Der Arbeitskreis „Museum und Politische Bildung. Perspektiven und Praxis“ im Haus Bastian – Zentrum für kulturelle Bildung untersucht die gesellschaftliche Verantwortung von Museen. Museen sind nicht nur Orte des Sammelns, Bewahrens und Forschens: Sie prägen aktiv öffentliche Diskurse, vermitteln Werte und beeinflussen, wie Geschichte, Gegenwart und Zukunft erzählt werden. Der Arbeitskreis versteht sich als offenes Forum, das das Museum als politische Institution reflektiert und kritisch hinterfragt. Ausgehend von Expert*innenbeiträgen und den Erfahrungen der Teilnehmenden bringt der Arbeitskreis konkrete Beispiele aus der musealen Praxis mit wissenschaftlichen Perspektiven aus der kulturellen und politischen Bildung, der Kunstgeschichte, der Museologie sowie der Kultur- und Politikwissenschaft zusammen. Im Mittelpunkt stehen der gemeinsame Austausch, das aktive Mitdiskutieren, das Teilen von Erfahrungen und das gemeinsame Erproben praktischer Ansätze.
Ab März 2026 wird der Arbeitskreis von Isa Hirtz geleitet. Inhaltlich liegt der Fokus auf den beiden Themenbereichen „Krieg, Frieden, Museum“ und „Über Geld sprechen. Materielle Bedingungen im Museum“. Die folgenden Themenblöcke geben einen Überblick über die geplanten Schwerpunkte und Fragestellungen.
Themenblock I: Krieg, Frieden, Museum
Angesichts globaler Kriege und zunehmender Militarisierung lädt der Arbeitskreis dazu ein, gemeinsam zu diskutieren, wie Museen Kriegs- und Friedensnarrative herstellen, vermitteln und hinterfragen. Anhand von Beispielen aus der musealen Praxis geht es um Bilder, Deutungen und Leerstellen sowie um die Frage, wie Museen Konflikte, Gewalt und Friedensperspektiven verhandeln können und welche Verantwortung ihnen dabei als demokratische Bildungsorte zukommt.
Themenblock II: Über Geld sprechen. Materielle Bedingungen im Museum
In zwei Terminen öffnet der Arbeitskreis einen gemeinsamen Denk- und Gesprächsraum zu den materiellen Bedingungen kultureller Arbeit. Im Fokus stehen die Auswirkungen von politischer Austerität auf Arbeitsrealitäten, Zugänge und soziale Ungleichheiten im Kulturbereich. Er fragt außerdem danach, wie Museen selbst Geld, Wert und ökonomische Machtverhältnisse thematisieren und für eine kritische politische Bildungsarbeit nutzbar machen können.
Anmeldung erforderlich.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Das Haus Bastian ist barrierefrei zugänglich.
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