Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Haltung üben. Bauhaus und Vielfalt“ des Bauhaus-Archiv
Mutterschaft – ein Aspekt, der sich durch zahlreiche kunsthistorische Biografien von Frauen zieht, aber selten im Detail untersucht wird. In den Lebensläufen vieler Bauhaus-Fotografinnen wird sie in einem nüchternen und doch lebensverändernden Satz zum Ausdruck gebracht, etwa: „Mit der Geburt ihrer Tochter im selben Jahr beendet sie ihre fotografische Karriere.“ Eine Ausnahme bildet Lony Neumann, die ihren Mann und das gemeinsame Kind verlässt und in ein anderes Land auswandert. Beispiele wie diese zeigen, was seit jeher gilt: Das Private ist immer politisch.
Die Lebenswege geben Anstoß, über das Muttersein heute nachzudenken: Wie lassen sich Mutterschaft und eigene künstlerische Praxis vereinbaren in einem System, in dem Care-Arbeit wenig Anerkennung bekommt, von Lifestyle-Teilzeit gesprochen wird und Künstlerinnen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen nach wie vor um Sichtbarkeit kämpfen? Und wie finden diese Diskurse Eingang in Museen?
Eintritt frei.
Begrenzte Teilnehmer*innenzahl. Online-Anmeldung empfohlen.
Wie lange noch, Mama? Zwischen künstlerischer Selbstverwirklichung und Care-Arbeit
Eine Veranstaltung im Rahmen der Reihe „Haltung üben. Bauhaus und Vielfalt“ des Bauhaus-Archiv
Do 18.06.2026 18:00 Uhr - 19:30 Uhr