Referentin: Wibke Bornkessel, Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin

Der Diana-Automat ist ein sogenanntes Trinkspiel, welches sich fahrend über den Tisch bewegte und so für Amüsement bei den Gästen sorgte. Nach 1600 wurde der Automat von Matthias Wallbaum, einem Augsburger Goldschmied, geschaffen. Für die zahlkräftige Kundschaft in serieller Produktion hergestellt, entstanden in dieser Epoche zahlreiche Automaten, sowohl von Wallbaum als auch von anderen Goldschmieden. Das aus feuervergoldetem Silber gefertigte und partiell farbig gefasste Trinkspiel wurde 2018 bearbeitet. Anlass gab die Fragestellung, ob die Besatzstücke auf der Bodenplatte in der richtigen Reihenfolge montiert und die Silbergüsse original sind. Der Bestandsaufnahme folgte eine umfassende Restaurierung, bei der das korrodierte Fahrwerk bearbeitet und das auf der Vergoldung ausgebildete Silbersulfid möglichst ohne Materialabtrag abgenommen wurde. Die Ergebnisse werden vorgestellt.

Untersuchung und Restaurierung des Diana-Automaten aus der Kunstkammer

Von Restauratoren erforscht

Vortrag

Angebote für: Erwachsene
Termin: Do 21.02.2019 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Ort: Kulturforum
Treffpunkt: Vortragssaal im Kunstgewerbemuseum
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: nicht erforderlich
Sammlung: Kunstgewerbemuseum
Veranstaltungsreihe: Von Restauratoren erforscht | Vortragsreihe

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