Perspektiven auf den Beutelsbacher Konsens
2026 jährt sich der sogenannte Beutelsbacher Konsens, der im baden-württembergischen Beutelsbach verabschiedet und in dem drei Leitprinzipien politischer Bildung formuliert wurden, zum 50. Mal. Bis heute bildet er eine Grundlage und Orientierung für die politische Bildungsarbeit.
Anlässlich des Jubiläums lädt die Stiftung Preußischer Kulturbesitz in Kooperation mit dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg zu einem zweitägigen Symposium ein, das die Bedeutung des Beutelsbacher Konsenses für den Kulturbereich und die Museumspraxis in den Fokus nimmt.
Welche Rolle spielt der Beutelsbacher Konsens heute an der Schnittstelle zwischen politischer und kultureller Bildung? Wie lassen sich vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Konflikte, Krisen und Polarisierungen kulturelle und historisch-politische Bildung sinnvoll verbinden? Welche Praxisbeispiele der Demokratiearbeit gibt es an dieser Schnittstelle, und wo liegen Potenziale und Grenzen? Braucht es gemeinsame Leitlinien oder eine Aktualisierung des Beutelsbacher Konsenses? Vor welchen Herausforderungen stehen Museen und andere kulturelle oder zivilgesellschaftliche Akteur*innen in Ost- und Westdeutschland und welche unterschiedlichen Perspektiven gibt es auf den Beutelsbacher Konsens als Produkt westdeutscher Autoren?
Es begrüßen Prof. Dr. Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst in Baden-Württemberg, sowie Sibylle Thelen, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg.
Danach diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft und Praxis der politischen und kulturellen Bildung. Neben diesen Inputs und Panels finden am zweiten Tag außerdem mehrere Workshops statt.
Zeit und Ort
Donnerstag, 23. April 2026
Moderation: Shelly Kupferberg
9:30 Uhr
Registrierung
10:00 - 10:30 Uhr
Begrüßung
Marion Ackermann, Präsidentin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg
Sibylle Thelen, Direktorin der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg
10:30 – 11:00 Uhr
Impulsvortrag 1
Nils Kumkar, Lehrstuhl für Soziologie, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Die Wahrheit der Polarisierung: Verwirbelungen der gesellschaftlichen Selbstbeobachtung
11:00 – 11:30 Uhr
Impulsvortrag 2
Luisa Girnus, Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft, Freie Universität Berlin
Konsens für eine unsichere Bildungszukunft
11:30 – 12:30 Uhr
Panel
Moderation: Thomas Krüger, langjähriger Präsident Bundeszentrale für Politische Bildung
Vanessa-Isabelle Reinwand-Weiss, Direktorin der Bundesakademie für Kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Werner Friedrichs, Didaktik der Politik & Demokratietheorie, Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Waltraud Meints-Stender, Professur für Politik und Bildung, Hochschule Niederrhein
Leonard Schmieding, Historiker, Lehrer für Englisch, Geschichte und Politische Bildung, ehem. Projektleitung Politische Bildung in Museen, Staatliche Museen zu Berlin
12:30 – 13:30 Uhr
Pause
13:30 – 14:00 Uhr
Impulsvortrag 3
Nanna Lüth, Prof. Dr. phil., arbeitet und forscht in den Bereichen Kunst, Kunstpädagogik und Medienbildung
"Vom Eise befreit..."
Kulturelle Bildung gegen Gewalt
14:00 – 14:45 Uhr
Spotlight: Projekte aus der Praxis
14:45 – 15:30 Uhr:
Panel mit den Referent*innen der Projekte sowie Nanna Lüth
15:30 – 15:45 Uhr
Wrap-Up und Ausblick auf Tag 2
15:45 – 17:00 Uhr
Vernetzung
18:00 Uhr
optional: Ausstellungseröffnung
„Schwerer Stoff
Frauen – Trachten – Lebensgeschichten“
Museum Europäischer Kulturen
Arnimallee 25
14195 Berlin
Freitag, 24. April 2026
Moderation: Shelly Kupferberg
9:30 Uhr
Registrierung
10:00 - 10:20 Uhr
Begrüßung und Recap Tag 1
Marion Ackermann, Präsidentin Stiftung Preußischer Kulturbesitz
10:20 – 10:50 Uhr:
Impulsvortrag
Thomas Krüger, langjähriger Präsident Bundeszentrale für Politische Bildung
Beutelsbach brennt! Gegen die staatliche Kuratierung der Freiheit und die Geiselnahme unserer Grundrechte durch die extreme Rechte
10:50 – 12:15 Uhr:
Workshops
12:15 – 12:45 Uhr:
Pause
12:45 – 13:30 Uhr:
Spotlight: Projekte aus der Praxis
13:30 – 14:30 Uhr
Panel mit den Referent*innen der Projekte
14:30 Uhr
Abschluss und Ausklang