Modische Kleidung, lange Modenschauen und der Modesalon als Ort der Handlung sind in einer Reihe von Unterhaltungsfilmen der 1940er und 1950er Jahre zu sehen. Dieser Vortrag erforscht die Arbeit der Künstler und Künstlerinnen, die für die Kostümentwürfe zuständig waren und eine entscheidende Rolle spielten, indem sie das Gleichgewicht zwischen historischer Authentizität und Phantasie, Reiz und Tragbarkeit, Unterhaltung und notbedingter Sparsamkeit finden sollten. In der Zeit zwischen 1935 und 1955 beteiligten sich diese Kostümbildner und –bildnerinnen an der Produktion von insgesamt 200 Filmen (zuerst bei der UFA und dann bei der DEFA und in verschiedenen westdeutschen Filmfirmen) und waren auch für die oft besprochene stilistische Kontinuität zwischen dem deutschen Kriegs- und Nachkriegskino mitverantwortlich.


Mila Ganeva hat Germanistik in Sofia, Berlin und University of Chicago studiert. Seit 2008 ist sie Professorin für deutsche Literatur und Film an der Miami University in Ohio, USA. Fellowships führten sie u.a. an die Staatlichen Museen zu Berlin, das IFK Wien und zum Harry Ransom Center in Austin, Texas. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in folgenden Bereichen: deutsche Literatur, Mode, Modejournalismus, Modefotografie und visuelle Kultur in der Weimarer Republik und der Nachkriegszeit. Zu ihren Publikationen zählen drei Bücher: Women in Weimar Fashion: Discourses and Displays in German Culture (Rochester 2008), Helen Hessel: Ich schreibe aus Paris. Über die Mode, das Leben und die Liebe (Zürich 2014) und Film and Fashion Amidst the Ruins of Berlin: From Nazism to the Cold War (Rochester 2018).

Kleider machen Filme: Die Kostüme im Kino der 1940er und 1950er Jahre

Mila Ganeva, Oxford (Ohio, USA)

Vortragsreihe

Angebote für: Erwachsene
Termin: Mi 16.01.2019 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Ort: Kulturforum
Treffpunkt: Vortragssaal Kunstgewerbemuseum
Kosten: kostenfrei
Anmeldung: nicht erforderlich
Sammlung: Kunstbibliothek
Veranstaltungsreihe: MODE Thema MODE

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