In seinem neuen Buch Perspektive in der Fotografie. Studien zur Naturalisierung des Kamerabildes (Kulturverlag Kadmos Berlin 2018) untersucht der Kunsthistoriker Michalis Valaouris eine übersehene Dimension fotografischer Bilder: die Tatsache, dass Fotos perspektivische Züge haben. Nach einer verbreiteten Auffassung entsteht die Perspektive in der Kamera natürlicherweise, so entwickeln Fotos eine natürliche Ikonizität. Die neue Studie zeigt, dass diese ›Naturalisierung des Kamerabildes‹ Produkt eines langen historischen Prozesses ist: Das Kamerabild wird nach dem Modell der Perspektive geformt, bevor es fixiert wird. Damit eröffnet sich die Diskussion über fotografische Ikonizität(en) neu – und zwar über den Weg der Kunstgeschichte.

Nach der Begrüßung von Dr. Ludger Derenthal (Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin) werden Prof. Dr. Andrés Mario Zervigón (Rutgers University, New Brunswick, NJ) und Dr. Michalis Valaouris (Kunstakademie Düsseldorf) Verknüpfungen der Fotogeschichte zur Fototheorie und Kunstgeschichte ausloten und dabei Bildbeispiele besprechen. 

Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Fotografische Ikonizität(en) – noch ein Versuch!

Diskussion und Buchvorstellung

Lesung | Podiumsdiskussion

Angebote für: Erwachsene
Termin: Do 19.09.2019 18:00 Uhr - 20:00 Uhr
Ort: Museum für Fotografie
Treffpunkt: Foyer
Kosten: Kostenfrei
Anmeldung: nicht erforderlich
Sammlung: Kunstbibliothek

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