Do 02.07.2026 10:00 Uhr
Do 09.07.2026 10:00 Uhr
Do 16.07.2026 10:00 Uhr
Für die Ausstellung „Gebaute Gemeinschaft. Göbeklitepe, Taş Tepeler und das Leben vor 12.000 Jahren“ präsentiert Cem A. neue Arbeiten aus seiner fortlaufenden Serie „Floor Pieces“: gelbe „Rutschgefahr“-Schilder mit dreisprachigen Texten in Deutsch, Türkisch und Englisch. Die Schilder bedienen sich der Bildsprache institutioneller Warnhinweise, um grundlegende Fragen zu Geschichte, Vermächtnis und kulturellem Eigentum aufzuwerfen, und verorten diese innerhalb der Institution selbst. Indem sie die didaktische Kraft des Zeichens gegen sich selbst richten, fragen die Arbeiten, wer das Recht hat, die Vergangenheit zu definieren, und für wen.
Cem A. ist ein Künstler mit anthropologischem Hintergrund, bekannt für seine Performances und ortsspezifischen Installationen sowie für die Betreuung der Kunst-Meme-Seite @freeze_magazine. Seine Arbeit beschäftigt sich mit Themen wie Viralität und Performativität, oft im Rahmen von Gemeinschaftsprojekten. Zu den ausgewählten Einzelausstellungen, Performances und Interventionen zählen die Kunstsammlung NRW, Düsseldorf; das Barbican Centre, London; das ZKM, Karlsruhe; die Berlinische Galerie, Berlin; das Louisiana Museum, Dänemark; das STPI, Singapur; das Museum für zeitgenössische Kunst, Skopje; und der Selasar Sunaryo Art Space, Indonesien. Seine Arbeiten waren unter anderem auch auf der documenta fifteen, Kassel; im Istanbul Modern; und im Mudam Luxembourg zu sehen.
Was erwartet die Besucher? Über die gesamte Ausstellung verteilt begegnen den Besuchern eine Reihe gelber „Nasser Boden“-Schilder, wie man sie aus jedem Museum, Flughafen oder Einkaufszentrum kennt. Anstatt vor einer nassen Oberfläche zu warnen, trägt jedes Schild einen kurzen Text in Deutsch, Türkisch und Englisch: Wer schreibt Geschichte? / Wo beginnt Geschichte? / Was wird in 12.000 Jahren übrig bleiben? / Wer wird unsere Spuren finden? / Kontext im Aufbau.
Im Vorbeigehen verwandeln die Schilder ein vertrautes Objekt alltäglicher Autorität in eine offene Frage. Die Besucher können an ihnen vorbei- oder um sie herumlesen oder innehalten und darüber nachdenken, wer die Vergangenheit gestaltet und für wen.
Frei zugänglich mit Ausstellungsticket.
Kosten
Freier Eintritt für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr. Eltern zahlen den Teilnahmebeitrag zzgl. Eintritt.