Museen und die Islamdebatte – wie politisch sind Kulturinstitutionen?

WEITWINKEL – Globale Sammlungsperspektiven

Termin:
Sa 23.11.2019 18:00 Uhr - 19:30 Uhr
Ort:
James-Simon-Galerie
Angebote für:
Vortragsreihe | Podiumsdiskussion / Erwachsene

Museen und die Islamdebatte – wie politisch sind Kulturinstitutionen?

Seit mehr als einem Jahrzehnt dominiert die Frage, wie eine diverse, durch Migration geprägte Gesellschaft gestaltet werden kann, die innenpolitische Debatte. Besonders im Fokus stehen dabei Muslime. Mehr und mehr scheinen sich die Fronten zu verhärten und diejenigen, die Ängste vor „dem Islam“ schüren, gewinnen an Macht – die jüngsten Wahlergebnisse liefern darüber Zeugnis ab. Museen und Sammlungen islamischer Kunst stehen daher vor der Frage, wie politisch sie in der heutigen Situation sein müssen. Inwieweit fällt ihnen die Aufgabe zu, gesellschaftlichen Wandel mit einer klaren Haltung mitzugestalten? Wie können sie aus ihren Sammlungen heraus Inhalte entwickeln, die Antworten auf die Fragen einer sich wandelnden, verunsicherten Gesellschaft geben? Welche Formate eignen sich dafür? Und wie können sie der Gefahr entgegnen, nicht für die muslimische Minderheit zu sprechen, sondern dieser eine Stimme zu geben?

Referent*innen: Massumeh Farhad (Arthur M. Sackler Gallery and Freer Gallery of Art, Washington), Lamya Kaddor (Universität Duisburg-Essen), Yannick Linz (Louvre Museum, Paris) und Stefan Weber (Museum für Islamische Kunst, Berlin)
Moderation: Reinhard Fischer (Berliner Landeszentrale für politische Bildung)

Podiumsgespräch in englischer Sprache.

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Veranstaltungsreihe "WEITWINKEL – Globale Sammlungsperspektiven" statt, die sich in Anlehnung an aktuelle Ausstellungen, Forschungsprojekte und Kooperationen der Staatlichen Museen zu Berlin mit transkulturellen Themen und gesellschaftsrelevanten Fragestellungen auseinandersetzt.