We the People
Programminitiative zum 250. Unabhängigkeitstag der USA

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz nimmt den 250. Geburtstag der USA – mittlerweile ein historisches Datum im Weltmaßstab – zum Anlass, auf die vielfältigen Bezüge der Bestände ihrer Einrichtungen zur Geschichte Amerikas hinzuweisen. In Vorträgen, Diskussionen, Konferenzen und Workshops, aber auch in Ausstellungsinterventionen und Sonderpräsentationen entfalten Museen, Bibliotheken und Archive ein facettenreiches Panorama und laden die Besuchenden ein, ihr Amerikabild um unterschiedliche Geschichten und Perspektiven zu erweitern.

Am 4. Juli 2026 jährt sich die Unabhängigkeitserklärung der USA zum 250. Mal. Dreizehn britische Kolonien erklärten in diesem Dokument 1776 ihre Unabhängigkeit vom Königreich Großbritannien. Sie formierten sich als Vereinigte Staaten von Amerika, obwohl sie zunächst nur einen kleinen Teil des Kontinents repräsentierten, nämlich die Territorien entlang der Ostküste von Georgia bis Maine.

Elf Jahre später gaben sie sich eine Verfassung. „We the People“ lauten die ersten Worte der Verfassung der USA. Doch dieses „Wir“ war exklusiv: Nur ein ausgewählter Kreis zählte dazu, selbst in den dreizehn ehemaligen Kolonien. Die indigene Bevölkerung etwa blieb unberücksichtigt. Zugleich suggeriert dieses „Wir“ eine eingeschworene Gemeinschaft, die sich zu einem einzigen Amerika vereint. Einig waren sich die Staaten vor allem in ihrer Ablehnung der Beschränkungen durch die britische Krone. Freiheitsversprechen und Expansionsdrang – auch mit militärischen Mitteln – ließen im Laufe der Zeit aus vereinzelten transatlantischen Kolonien eine Weltmacht werden.

In den Vereinigten Staaten wird der Unabhängigkeitstag vom ersten Jahr an gefeiert. Anlässlich des Jubiläums begehen die USA ihren Nationalfeiertag in diesem Jahr besonders feierlich. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz nimmt den 250. Geburtstag – mittlerweile ein historisches Datum im Weltmaßstab – zum Anlass, in einem facettenreichen Panorama aus Vorträgen, Diskussionen, Konferenzen und Workshops, aber auch in Ausstellungsinterventionen und Sonderpräsentationen auf die vielfältigen Bezüge der Bestände ihrer Einrichtungen zur Geschichte Amerikas hinzuweisen. Denn so wenig es das eine Amerika gibt, sondern vielmehr die Amerikas, die sich von Feuerland bis Alaska und Neufundland erstrecken und unterschiedlicher kaum sein könnten, so wenig gibt es nur ein Amerikabild oder eine einzige Vorstellung der USA – auch wenn dies gegenwärtig immer stärker vermittelt wird.

Die Programminitiative bietet ihren Besuchenden Alternativen; der Titel „We the People“ gilt hier inklusiv: Die Angebote richten sich an alle und laden die Besuchenden ein, ihre Bilder der Amerikas um unterschiedliche Geschichten und Perspektiven zu erweitern. Denn das war und ist eine der größten Stärken der beiden amerikanischen Kontinente: Räume für Vielfalt, Weltoffenheit und Gastfreundlichkeit zu schaffen.

Ausstellungen und Interventionen

Bode-Museum

Bilddateien sind lizenziert als Public Domain Mark 1.0. Berlin, Münzkabinett der Staatlichen Museen, 18321891. Aufnahme durch Karsten Dahmen. Medailleur/in: Pierre Simon Benjamin Duvivier

Sammlungsintervention im Münzkabinett zum 250. Unabhängigkeitstag der USA

04.07.2026 bis auf Weiteres

Geheimes Staatsarchiv

© Geheimes Staatsarchiv, Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Von Preußen nach Pennsylvania

29.06.2026 bis 11.09.2026

Gemäldegalerie

Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz

Dorothy Iannone: The Berlin Beauties. Im Dialog mit Alejandra Pombo Su (Kupferstichkabinett)

16.06.2026 bis 13.09.2026

Humboldt-Forum

© Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum und Museum für Asiatische Kunst / Pierre Adenis 2024

Sonderpräsentation und Sammlungsintervention des Ethnologischen Museums

04.07.2026 bis 21.09.2026

Museum Europäischer Kulturen

© Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Christian Krug

Bewegungsmelder Nr. 29: „We hold these truths to be self-evident“

01.07.2026 bis Dezember 2026

Neue Nationalgalerie

Photograph by Peter Butler. Photos courtesy of the Gilbert Baker Foundation

Gilbert Baker: Rainbow Flag

04.07.2026 bis 06.09.2026

Neue Nationalgalerie

© Glenn Ligon; courtesy of the artist, Hauser & Wirth, and Thomas Dane Gallery

Glenn Ligon: Double America

04.07.2026 bis 11.10.2026

Veranstaltungen

Vortragsreihe

Henrykez, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

250 Jahre Unabhängigkeit der USA: Hemisphärische Perspektiven

Ab 02.06.2026
Ibero-Amerikanisches Institut

Vortrag & Podium

© Lindsay C. Kenneth Papers, Special Collections, Binghamton University Libraries, Binghamton University, State University of New York

Walter Farmer im Museum. Der Mut zum Widerspruch

02.07.2026 | 17:00 Uhr
Kulturforum

Öffentliche Führung

© Staatliche Museen zu Berlin, Alte Nationalgalerie / Andres Kilger

Amerika! Künstler*innen des 19. Jahrhunderts und die USA

04.07.2026 | 10:30 | 12:00 | 14:00 Uhr
Alte Nationalgalerie

Führung & Workshop

Foto: Anne-Katrin Breitenborn

250 Jahre "We, the people" – Sounds of Democracy at SIM

04.07.2026 ab 11:00 Uhr
Musikinstrumenten-Museum

Konzert

© Marion Köll

Frederic Rzewski: The People United Will Never Be Defeated! (1975)

04.07.2026 | 12:00 Uhr
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

Öffentliche Führung

© Florian Banicki

250 Years of the USA – American Positions

04.07.2026 | 13:00 Uhr
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

Führung & Gespräch

Foto: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Dietmar Katz

The Berlin Beauties

04.07.2026 | 14:00 Uhr
Gemäldegalerie

Künstler*innengespräch

© Andrea Fraser

In Conversation: Andrea Fraser

04.07.2026 | 15:00 Uhr
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

Performance

© Die Künstlerin

Under Honey

04.07.2026 | 15:00 Uhr
Gemäldegalerie

Gespräch & Vortrag

© Staatliche Museen zu Berlin, Kunstbibliothek / Regina Stephan

Ein Berliner Architekt auf Reisen

04.07.2026 | 16:00 Uhr
Kulturforum