Museumsinsel Berlin, Museum für Vor- und Frühgeschichte | Zeichen auf Steinzeit-Funden: Vorläufer der Schrift ist über 40.000 Jahre alt

24.02.2026

Vor rund 40.000 Jahren ritzten unsere frühen Vorfahren Zeichen in Werkzeuge und Skulpturen. Diese Zeichenabfolgen weisen die gleiche Komplexität und Informationsdichte auf wie die früheste Proto-Keilschrift um 3.000 v. Chr. – also zehntausende Jahre später. Dies fanden die Archäologin Ewa Dutkiewicz vom Museum für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin und der Sprachforscher Christian Bentz von der Universität des Saarlandes heraus. Über 3.000 Zeichen auf 260 Objekten untersuchte das Team mit Computermethoden und kam so der DNA der Schrift auf die Spur. Die Eindeutigkeit der Ergebnisse, die sie in der Fachzeitschrift PNAS veröffentlichen, überraschte selbst die Forscher.

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Pressebilder

Die Mammut-Figurine aus der Vogelherd-Höhle ist etwa 40.000 Jahre alt und trägt auf ihrer Oberfläche mehrere Reihen von Kreuzen und Punkten.
© Universität Tübingen / Hildegard Jensen

Die Proto-Keilschrifttafel aus der Uruk V Periode (VAT 15085), etwa 3500 bis 3350 Jahre alt, trägt auf der linken Seite Zahlzeichen und auf der rechten Seite ein Ideogramm, das ein Gefäß mit unbekanntem Inhalt darstellt.
© Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum / Olaf M. Tesmer

Der sogenannte „Adorant“ aus der Geißenklösterle Höhle ist ca. 40.000 Jahre alt. Es handelt sich um eine kleine Elfenbeinplatte mit einer anthropomorphen Figur und mehreren Reihen von Kerben und Punkten. Die Anordnung dieser Markierungen lässt auf ein Notationssystem schließen, insbesondere die Reihen von Punkten auf der Rückseite der Platte.
© Landesmuseum Württemberg / Hendrik Zwietasch

Die Proto-Keilschrifttafel aus der Uruk IV Periode (VAT 14774), etwa 3350–3200 Jahre alt, zeigt auf der linken Seite Zahlzeichen und auf der rechten Seite vielfältigere Ideogramme. Zusätzlich ist die Tafel durch eine horizontale Linie unterteilt.
© Staatliche Museen zu Berlin, Vorderasiatisches Museum / Olaf M. Tesmer

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