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Das Mazateca-Projekt: Zusammenarbeit über die ethnografische Sammlung von Wilhelm Bauer

Film

Die Mazateca-Sammlung umfasst etwa 470 Objekte, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts vom Königlichen Museum für Völkerkunde Berlin (Ethnologisches Museum) erworben wurden. Der Sammler war Wilhelm Bauer, ein nahe Mexiko-Stadt lebender Deutscher, der sich für indigene Kulturen und Sprachen interessierte. Er trug u.a. Gegenstände des täglichen Bedarfs und Webarbeiten, aber auch Kinderspielzeug und Ritualgegenstände zusammen. 

Seit Bauers Besuchen in der Mazateca-Region in Oaxaca, Mexiko, hat sich die materielle Kultur grundlegend verändert. Auch die Sprache hat sich gewandelt, und einige kulturelle Praktiken gerieten in Vergessenheit. Umso bedeutender ist die Sammlung, die auch Fotos und Texte umfasst, für die heutige indigene Bevölkerung. Während ihres CoMuse-Fellowship brachte die mazatekische Bibliothekarin und Autorin Gabriela García ihre Expertise ein. Mit ihren Kollegen an der Biblioteca de Investigación Juan de Córdova, Fundación Alfredo Harp Helú Oaxaca, dem Textilspezialisten Alejandro de Ávila und Mitarbeiter*innen des Ethnologischen Museums arbeitete sie intensiv mit den Materialien und übersetzte die mazatekischen Begriffe. Ein Ergebnis der Zusammenarbeit ist eine fotografische Wanderausstellung, um die Bevölkerung der Mazateca-Region über die Sammlung in Berlin zu informieren. Der Film dokumentiert die gemeinsame Arbeit im Depot des Ethnologischen Museums.