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Workshop am 2./3. März 2023: Mitgenommen! Provenienzforschung zu Museumsobjekten aus dem ‚Boxerkrieg‘

30.01.2023
Humboldt Forum

Am 2. und 3. März 2023 findet im Humboldt Forum ein Workshop zur Provenienzforschung des Verbundprojekts „Spuren des ‚Boxerkrieges‘ in deutschen Museumssammlungen – eine gemeinsame Annäherung“ statt.

In öffentlichen Museen wie auch in privaten Sammlungen finden sich heute Gegenstände, die im Kontext des gewaltreichen „Boxerkrieges“ zwischen 1900 und 1901 in China geplündert wurden. Mehr als 20.000 Soldaten waren allein aus dem Deutschen Reich in dieser Zeit vor Ort. Militärangehörige, aber auch Diplomat*innen, Missionar*innen oder Kaufleute plünderten in imperialen Palästen, Tempeln, Geschäften und Privathaushalten. Sie brachten kaiserliches Porzellan, religiöse Objekte, Gemälde, Waffen, Bücher oder Alltagsgegenstände in großer Anzahl nach Deutschland. Daneben waren sieben weitere Nationen, aber auch lokale Akteur*innen aktiv an den Plünderungen beteiligt. Über den internationalen Kunsthandel gelangten zahlreiche Objekte aus diesem Kontext auch noch Jahrzehnte später in öffentliche und private Sammlungen.

In diesem Workshop wird anhand konkreter Fallbeispiele erstmals ein Überblick über Raubgut aus dem sogenannten Boxerkrieg in öffentlichen Sammlungen des deutschsprachigen Raums gegeben. Kurator*innen, Provenienzforscher*innen und Expert*innen aus Museen, Bibliotheken, Universitäten und dem Kunsthandel, aber auch private Sammler*innen diskutieren gemeinsam Methoden zum Erforschen der Provenienz von Sammlungsbeständen aus diesem Kontext und benennen die besonderen Herausforderungen ihrer Erforschung.

Programm (PDF, 73 KB)

Der Workshop ist öffentlich, die Teilnahme ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist jedoch erforderlich und – unter Nennung des vollen Namens und ggf. der Institution – bis zum 1. März 2023 möglich unter: boxerprojekt[at]smb.spk-berlin.de.

Der Workshop ist eine Veranstaltung des vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten und in Kooperation mit dem Palastmuseum Peking durchgeführten Projekts „Spuren des ‚Boxerkrieges‘ in deutschen Museumssammlungen – eine gemeinsame Annäherung“ , das unter Leitung des Zentralarchivs der Staatlichen Museen zu Berlin im Verbund von folgenden sieben Museen durchgeführt wird: Museum für Asiatische Kunst und Ethnologisches Museum der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Museum am Rothenbaum. Kulturen und Künste der Welt (MARKK) und Museum für Kunst und Gewerbe (MK&G) in Hamburg, GRASSI Museum für Angewandte Kunst in Leipzig, Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main und Museum Fünf Kontinente in München.