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Vermisste Schätze: Erster Verlustkatalog des Kupferstichkabinetts

02.02.2011
Kupferstichkabinett

Das Kupferstichkabinett verzeichnet, wie alle Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin, infolge des Zweiten Weltkriegs erhebliche Verluste in seinen Beständen. Neben illustrierten Büchern, Druckplatten und historischen Versteigerungskatalogen zählen dazu enorme Mengen an Zeichnungen und Druckgraphik aller Schulen. Nach zeitintensiven Recherchearbeiten, die sich über mehrere Jahre erstreckten, legt das Kupferstichkabinett nun den ersten Band seiner Verlustdokumentation vor, welcher etwa 800 deutsche und knapp 200 niederländische Zeichnungen mit einer Beschreibung und, soweit erhalten, auch mit alten Abbildungen auflistet.

Der Katalog erscheint in der Reihe "Dokumentation der Verluste", die die Staatlichen Museen zu Berlin seit 1995 herausgeben. Diese Bände listen - jeweils für ein Museum - vollständig auf, welche ihrer Objekte als Verluste angesehen werden müssen. Dabei ist häufig unklar, welche Werke in den Kriegswirren unwiederbringlich zerstört wurden und welche eventuell an einem anderen Ort erhalten geblieben sind. Die Verlustdokumentation dient der Suche nach den vermissten Sammlungsobjekten und soll die Identifizierung und Wiederauffindung verschollenen Kulturguts unterstützen. Gleichzeitig zeigt der Katalog die teilweise als schmerzlich empfundenen Lücken auf, die in den ursprünglichen Sammlungsbestand des Kupferstichkabinetts gerissen wurden.

Herausgegeben von Generaldirektion der Staatlichen Museen zu Berlin
152 Seiten, broschiert
zahlreiche s/w Abbildungen
Best. Nr.: GD0009690
Preis: 15,00 Euro