Trauer um Heiner Pietzsch

09.09.2021

Heiner Pietzsch, der bekannte Berliner Unternehmer und großartige Kunstmäzen, ist tot. Er starb am Dienstagabend in einer Berliner Klinik im Alter von 91 Jahren nach längerer Krankheit.

Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Staatlichen Museen zu Berlin und die Nationalgalerie sind Heiner Pietzsch zu außerordentlich großem Dank verpflichtet und werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren. Mit mäzenatischer Großherzigkeit hat Heiner Pietzsch gemeinsam mit seiner Frau Ulla die Öffentlichkeit wie auch die Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin überaus mit ihrer herausragenden Kunstsammlung reich beschenkt. Sie ist und war immer schon für die Nationalgalerie ein reicher Schatz für Sonderausstellungen. Mit diesem Bestand kann eine schmerzliche Lücke in dem Bestand der Nationalgalerie geschlossen werden. Heiner Pietzsch war seit Jahrzehnten mit der Nationalgalerie verbunden, hat mehrere Jahre als Schatzmeister dem Vorstand des Vereins der Freunde angehört.

Auch war die Schenkung der Sammlung Pietzsch an die öffentliche Hand ganz zentral für die politische Entscheidung des im Bau befindlichen Museumsgebäudes für das 20. Jahrhundert am Kulturforum. Dort wird die Sammlung von Ulla und Heiner Pietzsch in ihrer ganzen Fülle und Bedeutung präsentiert werden können.

Die Sammlung Pietzsch zählt zu den herausragenden deutschen Privatsammlungen der Klassischen Moderne. Ihren Kern bilden hochkarätige Werke des Surrealismus in Paris und des Abstrakten Expressionismus der New Yorker Schule; darunter Werke von Max Ernst, René Magritte, Joan Miró, Salvador Dalí, Paul Delvaux und Jackson Pollock, Ad Reinhardt, Mark Rothko, Robert Motherwell und Barnett Newman, aber auch Frida Kahlo und Diego Rivera.

Die Schenkung aus dem Jahr 2010 an das Land Berlin umfasst insgesamt etwa 150 Gemälde, Zeichnungen und Skulpturen mit einem Schätzwert von 120 Millionen Euro. Sie ist vom Land Berlin der Stiftung Preußischer Kulturbesitz als Dauerleihgabe für die Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin überlassen worden. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz wird eine dauerhafte Präsentation von Teilen der Sammlung im Kontext ihrer Sammlung zur Klassischen Moderne gewährleisten.