Symposium „Berlin – Welterbe der Moderne“ am 10. Oktober 2019

30.09.2019

Die 1920er-Jahre waren eine Zeit radikaler Umbrüche in Kunst, Design und Gesellschaft. Sie sind der Ausgangspunkt der Veranstaltungsreihe „Triennale der Moderne", die seit 2013 in den Städten des Bauhauses – Weimar, Dessau und Berlin – stattfindet. Alle drei Städte verfügen über UNESCO-Weltkulturerbestätten der Moderne. Im Rahmen des Berliner Programms wird ein Blick auf die Vorbedingungen der Entstehung des Bauhaus, auf bedeutende Protagonisten im Deutschen Werkbund sowie Parallelent­wicklungen im Wohnungsbau und die Folgen des Re­-Imports modernen Gedankenguts nach 1945 geworfen.

Das Symposium "Berlin – Welterbe der Moderne"

Als Auftaktveranstaltung des Berliner Beitrags zur Triennale im Bauhausjahr 2019 richtet das Symposium "Berlin – Welterbe der Moderne" den Blick auf die Wurzeln, die ideengeschichtlichen Kontexte und Weiterentwicklungen des Neuen Bauens. Im Mittelpunkt stehen acht Architekten, die an den von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten „Siedlungen der Moderne" im frühen 20. Jahrhundert in Berlin mitgewirkt oder mit ihren Ideen für das neue Bauen richtungsweisend waren: Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens, Peter Grossmann, Paul-Rudolph Henning, Otto Rudolf Salvisberg, Otto Bartning, Erich Dieckmann und Walter Rossow.

Programm

14:00 Uhr: Begrüßung Thomas Ertelt, Direktor Staatliches Institut für Musikforschung, Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Grußworte: Gerry Woop, Staatssekretär für Europa, Senatsverwaltung für Kultur und Europa
Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Christine Edmaier, Präsidentin der Architektenkammer Berlin

14:20 Uhr: Einführung: Annemarie Jaeggi, Direktorin Bauhaus-Archiv/Museum für Gestaltung
Triennale der Moderne. Rückschau und Ausblick

Vorträge, Moderation: Moritz Wullen, Direktor der Kunstbibliothek, der Staatlichen Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz

15:00 Uhr: Philipp Gutbrod, Direktor Institut Mathildenhöhe Darmstadt
Die Akropolis der Moderne. Peter Behrens und Joseph Maria Olbrich auf der Mathildenhöhe in Darmstadt

15:30 Uhr: Michael Lailach, Kunstbibliothek der Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Zeichen des inneren Wollens. Schrift- und Buchkunst von Peter Behrens

16:15 Uhr: Giacomo Calandra di Roccolino, HafenCity Universität Hamburg
Peter Grossmann – 60 Jahre moderne Architektur in Berlin 1908-1968

Diskussion der Vorträge

Pause

17:15 Uhr: Elke Blauert, Kunstbibliothek der Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Paul-Rudolph Hennings Nachlass - ein ungehobener Schatz

17:45 Uhr: Thomas Steigenberger, Universität Bern
Reformarchitektur und Neues Bauen: Otto Rudolf Salvisbergs Beitrag zum Großsiedlungsbau der Weimarer Republik

Diskussion der Vorträge

18:30 Uhr: Sandra Wagner-Conzelmann, Professorin i.V. für Architektur- und Stadtgeschichte, Hochschule Mainz
„Der gute Architekt vergesse das Menschliche nicht“ Otto Bartning und Erich Dieckmann - eine produktive Zusammenarbeit an der Bauhochschule in Weimar 1926-1930

19:00 Uhr: Andrea Koenecke, Landschaftsarchitektin Frankfurt/Main
Walter Rossow (1910-1992). Ein Protagonist der Moderne

Diskussion der Vorträge

19:30 Uhr: Schlusswort

Anschließend Empfang im Musikinstrumenten-Museum

Aufgrund des begrenzten Platzkontingents wird um eine Anmeldung bis zum 4. Oktober 2019 an kb@smb.spk-berlin.de gebeten. 

Das Bauhaus in Berlin

Wie kaum eine andere Stadt weltweit eignet sich Berlin dazu, ein ganzheitliches Bild der Moderne zu vermitteln. Die Metro­pole an der Spree verfügt über eine herausragend breit ge­fächerte Denkmalsubstanz des 20. Jahrhunderts, an der sich Umbrüche, Ideen und Nachwirkungen der ab etwa 1880 einset­zenden industriellen Zeitenwende gut nachvollziehen lassen.

Hier fügt sich auch das Bauhaus ein. Obwohl es bis zur seiner Schließung auf Druck der Nationalsozialisten nur 14 Jahre bestand, fanden seine Ansätze nicht nur internationale Aufmerksamkeit, sondern auch Ihren Nachhall beim Wieder­aufbau Deutschlands nach den Verheerungen des Zweiten Weltkriegs. Berlin, zwischen 1930–33 die letzte Station der De­signschule, präsentiert sich heute als Welterbestadt mit einem vielschichtigen kulturellem Erbe sowohl der frühen als auch der späten Moderne. Dies umfasst Anlagen berühmter Bau­haus-­Architekten, geht aber auch weit darüber hinaus.