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Staatliche Museen zu Berlin erweitern Googles Art Project

03.04.2012
Antikensammlung

Seit heute ist die erweiterte Version des Google Art Projects unter www.googleartproject.com online. Bereits seit dem Launch der Seite im Februar 2011 waren die Staatlichen Museen zu Berlin mit der Gemäldegalerie und der Alten Nationalgalerie am Art Project beteiligt. Nun können auch das Pergamonmuseum, das Alte Museum und das Kupferstichkabinett online erkundet werden.

Das Art Project ist eine Zusammenarbeit von Google mit 155 Partnern aus 40 Ländern, darunter das Metropolitan Museum of Art in New York, die Tate Britain in London und die Uffizien in Florenz. Es ermöglicht Kunstliebhabern und Interessierten, die Schätze aus Museen und Kunstsammlungen weltweit auf neue Art und Weise online zu entdecken.

Auf der Grundlage der Street-View-Technologie wurden 360°-Bilder von Museumsräumen aufgenommen. Nutzer können auf virtuellen Museumsrundgängen Kunstwerke, die Sie interessieren, auswählen und mit einem Mausklick mehr darüber erfahren. Zu den Kunstwerken, ihren Künstlern und den Sammlungen sind weiterführende Informationen als Bild, Text, Audio-Datei oder Video abrufbar. Insgesamt 46 der am Projekt beteiligten Häuser können auf diese Weise virtuell durchschritten werden, darunter neben der Gemäldegalerie und der Alten Nationalgalerie jetzt auch das Alte Museum und das Pergamonmuseum.

In den Rundgängen gekennzeichnete Kunstwerke lassen sich als hochaufgelöste Fotografie aufrufen. Ergänzt werden die Abbildungen der Werke durch wissenschaftliche Beschreibungen und Informationen zur Geschichte, zu den kunsthistorischen Gattungen, Epochen oder geografischen Zuordnungen der Werke sowie zu den Biografien von Künstlern. Insgesamt sind über 30 000 Objekte in der Bilddatenbank in hoher Auflösung verfügbar. Die Staatlichen Museen zu Berlin zeigen neben Gemälden, Skulpturen und archäologischen Exponaten auch Arbeiten aus dem Bestand des Kupferstichkabinetts. Auf diese Weise werden die lichtempfindlichen und deshalb meist im Depot verwahrten Arbeiten auf Papier einer breiten Öffentlichkeit dauerhaft online zugänglich.

Hinzu kommen die Gigapixel-Fotografien von ausgewählten Exponaten. Jedes dieser Gigapixel-Fotos besteht aus rund sieben Milliarden Pixeln, die dem Betrachter ermöglichen, sich den Werken bis an kleinste, mit bloßem Auge nicht erkennbare Einzelheiten zu nähern. Aus dem Alten Museum wurde das römische "Kentaurenmosaik" und aus dem Pergamonmuseum ein "Schreitender Löwe" aus der Prozessionsstraße von Babylon als Gigapixel ausgewählt. Die Alte Nationalgalerie hatte sich für Eduards Manets "Im Wintergarten", die Gemäldegalerie für "Der Kaufmann Georg Gisze" von Hans Holbein d. J. entschieden.

Mit der Funktion "Create an Artwork Collection" lassen sich Abbildungen von Objekten verschiedener Museen zu persönlichen Sammlungen zusammenstellen. Darüber hinaus kann man Ausschnitte der Abbildungen speichern, kommentieren und mit anderen über E-Mail oder soziale Netzwerke teilen.