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Staatliche Museen zu Berlin beteiligen sich bei globalem Projekt zum Thema Mode von Google Arts & Culture

08.06.2017
Kunstgewerbemuseum

In der großen virtuellen Fashion-Ausstellung „We Wear Culture“ kommen 3.000 Jahre Mode zusammen. Das Projekt von Google Arts & Culture ist eine Zusammenarbeit mit zwölf deutschen Partnern, darunter die Staatlichen Museen zu Berlin und über 180 weitere renommierte kulturelle Institutionen aus aller Welt.

Nutzer können im Browser oder per Google Arts & Culture-App die wilde Mode des britischen Punk, die Geschichte des Denim erkunden oder hinter die Kulissen des Met Costume Institutes blicken. Ikonische Stücke, die den Stil ganzer Generationen geprägt haben – wie die Stilettos von Marilyn Monroe oder das „Kleine Schwarze“ von Chanel – werden mit Hilfe von virtueller Realität zum Leben erweckt.

Über 400 individuell kuratierte Online-Ausstellungen zeigen Ikonen, Modebewegungen, Stilrevolutionäre und Trendsetter wie Marilyn Monroe, Cristóbal Balenciaga, Coco Chanel, Audrey Hepburn, Vivienne Westwood und viele mehr. Mode-Experten, Kuratoren und Modeschöpfer sowie Universitäten, Museen und Stiftungen aus der ganzen Welt arbeiteten bei dem Projekt „We Wear Culture” zusammen, um zu zeigen, dass Mode ein Teil unserer Kultur ist, eine Kunstform, ein anspruchsvolles Handwerk mit vielfältigen Einflüssen in unserer Gesellschaft.

Insgesamt beteiligen sich die Staatlichen Museen zu Berlin mit über 400 Objekten mit Modebezug und zehn Ausstellungen am Projekt:

Ausstellung in der Kunstbibliothek

Ausstellung im Museum Europäischer Kulturen

8 Ausstellungen im Kunstgewerbemuseum

  • Uli Richter Revisited: Fashion Hot Spot Berlin
  • Uli Richter Revisited: Meet the Designers
  • Der letzte Schrei: Damenmode aus dem 18. und 19. Jahrhundert
  • Der Elegant: Herrenmode des 18. und 19. Jahrhunderts
  • Designikonen: Mode und Stil des 20. Jahrhunderts
  • 12 herausragende Kreationen von Balenciaga
  • Hinter den Kulissen: Mode im Kunstgewerbemuseum Berlin
  • Geliebte Luise

Das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin ist einer von zwölf deutschen Partnern und steuert zum Projekt acht Ausstellungen zu Themen wie Mode im 18. und 19. Jahrhundert oder einen Blick hinter die Kulissen des Kunstgewerbemuseums bei. Millionen von Menschen auf der ganzen Welt können hier Mode-Highlights wie das sommerliche Jackenkleid “Escale” (Yves Saint Laurent für Christian Dior, 1958), zwölf herausragende Kreationen von Balenciaga erleben oder mehr über den Fashion Hot Spot Berlin erfahren und wie Uli Richter junge Fashion-Designer inspiriert hat.

Sabine Thümmler, Direktorin des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin: „Ich freue mich, dass wir mit unserer Sammlung nicht nur auf unserer eigenen Website, sondern zusätzlich im Google Arts & Culture-Projekt ‘We Wear Culture’ vertreten sind: Hier können wir mit virtuellen Ausstellungen dauerhaft Bezüge zu anderen Objektgruppen herstellen, die in anderen Häusern der Staatlichen Museen zu Berlin zu sehen sind. Im Kunstgewerbemuseum zeigen wir beispielsweise zahlreiche Kleider und Accessoires der französischen Rokoko-Mode. Wie und mit welchen Frisuren diese damals getragen wurde, sieht man wunderbar auf Illustrationen aus dem Kupferstichkabinett oder unserer Kunstbibliothek. Bei ‘We Wear Culture’ kann man alles zusammen betrachten.“

Googles hochmoderne Technologie – einschließlich 360-Grad-Videos, Street View, hochauflösender „Gigapixel“-Bilder sowie Virtual Reality – kommen zum Einsatz, um die Welt der Mode für jeden zu öffnen. So werden die Geschichten ikonischer Kleidungsstücke, die die Modegeschichte geprägt haben, in VR-Filmen zum Leben erweckt: Warum wurde das „Kleine Schwarze“ von Chanel zum Statement in der Garderobe einer jeden Frau oder Marilyn Monroes Stilettos von Ferragamo zum Ausdruck von Empowerment, Erfolg und Sexiness? Wie hat Rei Kawakubo/Comme des Garçons Tradition und Moderne bzw. Vivienne Westwood Mode und Kunst vereint?

Amit Sood, Direktor von Google Arts & Culture: „Wir laden alle ein, auf ihren Smartphones oder Laptops durch die Ausstellungen einzutauchen, um die Geschichten hinter dem, was wir tragen, kennenzulernen. Sie könnten überrascht sein, wenn sie erfahren, dass ihre Jeans oder vielleicht das schwarze Kleid in ihrer Garderobe eine jahrhundertealte Geschichte haben. Was sie tragen, ist wahre Kultur und oft auch ein Kunstwerk.“

Das We Wear Culture-Projekt ist online unter g.co/wewearculture und über die Google Arts & Culture-App auf iOS und Android verfügbar.