Sammlung von Keramiken und anderem Kunsthandwerk aus Burkina Faso an Ethnologisches Museum übergeben

23.05.2019
Ethnologisches Museum

Gefäßkeramiken aus West- und Zentralafrika haben für Museumssammlungen in Europa und Nordamerika stark an Bedeutung gewonnen. Dieses gestiegene Interesse erklärt sich nicht zuletzt aus der allgemeinen Aufwertung, die kunsthandwerkliche Erzeugnisse in den zurückliegenden Jahren in der öffentlichen Wahrnehmung erfahren haben. Aus diesem Grund stellt die Schenkung einer umfangreichen Sammlung von Gefäßkeramiken und kunsthandwerklichen Gegenständen aus Burkina Faso durch den Förderkreis für Bildung, Kultur und internationale Beziehungen Reinickendorf e.V. einen Glücksfall für das Ethnologische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin dar. 

Die Sammlung

Die umfangreiche Sammlung wurde 1997 von Vertreterinnen des Förderkreises begründet und steht beispielhaft für das Engagement zahlreicher Berliner*innen für die Kultur afrikanischer Länder im Allgemeinen sowie das dortige Kunsthandwerk im Besonderen. Die Sammlung bekundet in herausragender Weise den Stand der Töpferkunst und Weberei sowie des Gelbgusses in Burkina Faso im ausgehenden 20. Jahrhunderts. Darüber hinaus umfasst sie Web-, Schmiede- und Schnitzarbeiten sowie Erzeugnisse von Korbmacherinnen und Trommelbauern aus verschiedenen Regionen Burkina Fasos, die in der Alltagskultur des westafrikanischen Landes eine wichtige Rolle spielen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir mit der Schenkung dieser bedeutenden Sammlung aus Westafrika den Bestand des Ethnologischen Museums um einen neuen und wichtigen Schwerpunkt erweitern können. Es handelt sich um eine Sammlung ersten Ranges, die von den engagierten Berlinerinnen des Förderkreises in Städten, Dörfern und auf Märkten durch direkten Kauf bei den Hersteller*innen zusammengetragen wurde. Die Sammlung bietet Wissenschaft und Öffentlichkeit eine wunderbare Gelegenheit, Einblicke in die vielfältigen Kunsthandwerksformen Burkina Fasos zu gewinnen“, kommentiert Jonathan Fine, Kurator für die Sammlungen aus Westafrika, Kamerun, Gabun und Namibia am Ethnologischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin.