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Paul Maenz und Gerd de Vries schenken der Graphischen Gesellschaft zu Berlin rund 750 Werke

13.12.2022
Kupferstichkabinett

Am Montag, 12. Dezember 2022 feierte die Graphische Gesellschaft zu Berlin, die Vereinigung der Freunde des Kupferstichkabinetts e. V., ihr 25-jähriges Bestehen. Anlässlich dieses Jubiläums ließ die Graphische Gesellschaft zu Berlin offiziell verkünden, dass Paul Maenz und Gerd de Vries der Vereinigung rund 750 Arbeiten auf Papier als Akt des bürgerschaftlichen Engagements übergeben haben. Damit wollen sie nicht nur zur Stärkung des Sammlungsbestands des Kupferstichkabinetts der Staatlichen Museen zu Berlin beitragen und diesen in herausragender Weise ergänzen, sondern auch die Unterstützung des Museums durch seine Freunde und Förderer hervorheben. Es handelt sich um die zweite Schenkung dieser Art, nachdem Paul Maenz und Gerd de Vries der Graphischen Gesellschaft und dem Kupferstichkabinett bereits 2004 eine Schenkung von 250 Werken übergeben hatten.

Von 1970 bis 1990 führten Paul Maenz und Gerd de Vries die „Galerie für die Kunst der internationalen Avantgarde“ in Köln. Das Programm der Galerie umfasste die frühe anglo-amerikanische Konzeptkunst, die italienische Arte Povera, soziopolitische Statements wie auch „Wilde Malerei“ oder singuläre Figuren wie Anselm Kiefer oder Keith Haring. Auch über das Ende der Galerie hinaus blieb die Kunst ein zentraler Teil ihres Lebens, und so beinhaltet die diesjährige Schenkung Werke auf Papier, die einen Zeitraum umfassen, der weit über das Jahr 1990 hinaus bis in die unmittelbare Gegenwart reicht. Indem das umfangreiche Konvolut als geschlossene Einheit an die Graphische Gesellschaft übergeben wird, bleiben die Sammlungsgeschichte und ein Stück deutsche Galeriegeschichte erhalten und bewahrt.

Die Schenkung enthält Zeichnungen, Skizzen, druckgraphische Mappenwerke, Editionen und Collagen wie auch Briefe und Postkarten von unter anderen Saâdane Afif, Art & Language, Robert Barry, Monica Bonvicini, Sandro Chia, Enzo Cucchi, Walter Dahn, Hanne Darboven, Martin Disler, Jiří Georg Dokoupil, Hans Haacke, Anselm Kiefer, Joseph Kosuth, Giulio Paolini, Jonathan Monk, Bruce Nauman, Thomas Ruff, Salvo und Thomas Schütte.

Die Graphische Gesellschaft zu Berlin und das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin sind überaus glücklich und dankbar, dass sich Paul Maenz und Gerd de Vries zu dieser großzügigen Schenkung entschlossen haben. Für das Jahr 2025 plant das Kupferstichkabinett eine Ausstellung samt begleitenden Katalog.

Die Graphische Gesellschaft zu Berlin

Seit 1997 ist die Graphische Gesellschaft zu Berlin die Vereinigung der Freunde des Kupferstichkabinetts e. V. Mit etwa 660.000 Papierarbeiten besitzt das Kupferstichkabinett Berlin eine der umfangreichsten Kunstsammlungen Deutschlands. Dazu gehören vor allem Zeichnungen, Druckgraphiken, Aquarelle, Ölskizzen, Miniaturen und Handschriften. Der Bestand des Museums, das zu den vier bedeutendsten Graphischen Sammlungen der Welt gehört, reicht vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart. Der Freundeskreis dient dem Zweck, das Kupferstichkabinett nachhaltig zu fördern, an seinem Sammlungsaufbau mitzuwirken und es stärker in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen.