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Online-Seminar „C.T. Loo Revisited“ am 3. Dezember 2020: Provenienzforschung zum asiatischen Kunsthandel des 20. Jahrhunderts

01.12.2020
Museum für Asiatische Kunst

Die Geschichte des Sammlungswesens und des Kunstmarktes ist für die entsprechende Provenienzforschung von erheblicher Bedeutung. Kunsthändler spielen eine herausragende Rolle bei der Kultivierung neuer Geschmäcker, Wünsche und Markttrends. Provenienzforschung ist daher mehr als das Bemühen, die verschiedenen Besitzer eines Objekts zu dokumentieren; Provenienzforschung umfasst die Arbeit, die Mechanismen hinter Translokationen aufzudecken, die Transformation der materiellen Kultur zu verstehen und die Wissensproduktion innerhalb verschiedener Welten und Bedeutungssysteme zu erforschen.

C.T. Loo war einer der wichtigsten Händler chinesischer und südostasiatischer Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mit Niederlassungen in Paris und New York, die Museen und private Sammler weltweit belieferten. Während er zwischen 1910 und 1950 am aktivsten war, lebt Loos Erbe weiter, da Objekte, die er in den Westen brachte, weiterhin auf dem Kunstmarkt zirkulieren. Loo förderte das Wissen über die chinesische und südostasiatische Kunst in Europa und den Vereinigten Staaten, indem er neue Objekte, wie archaische Bronzen, antike Jade, buddhistische Skulpturen und frühe Keramik einer neuen Klientel vorstellte. Trotz seiner herausragenden Rolle in der Geschichte der ost- und südostasiatischen Sammlungen sind C.T. Loo und seine Aktivitäten noch nicht ausreichend erforscht und dokumentiert.

Informationen und Online-Anmeldung

Das vom Museum für Asiatische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin, der Freer Gallery of Art und der Arthur M. Sackler Gallery, dem Smithsonian's National Museum of Asian Art und dem Museum Rietberg (Zürich) organisierte Online-Seminar „C.T. Loo Revisited“ wird ein entscheidender Schritt zur Schließung dieser Lücke sein. Zu den Referenten gehören chinesische Archäologen, Museumskuratoren, akademische Kunsthistoriker und Provenienzspezialisten sowie der Direktor von La Maison Loo in Paris. Das Seminar möchte den Austausch neuer Forschungsergebnisse fördern, neue Ressourcen hervorheben und die vielen Fachleute, die auf dem Gebiet des C.T. Loo forschen, zusammenbringen.