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Neupräsentation der altniederländischen Malerei

03.02.2010
Gemäldegalerie

Die Gemäldegalerie Berlin besitzt die wohl weltweit bedeutendste Sammlung niederländischer Malerei des 15. Jahrhunderts. Im vergangenen Jahr wurde beschlossen, diesen einzigartigen Bestand durch eine Neuhängung und Neuordnung besser zu präsentieren. Die im Sommer vergangenen Jahres begonnenen Arbeiten konnten jetzt mit der Einrichtung des Rogier van der Weyden-Saales abgeschlossen werden.

Die Umgestaltung verfolgt das doppelte Ziel, die einzelnen Objekte
besser sichtbar und in sinnvollen Nachbarschaften zu präsentieren sowie
einige bislang nicht gezeigte, doch höchst bemerkenswerte Bilder den
Museumsbesuchern und -besucherinnen überhaupt erstmals zugänglich
zu machen.

Für die kleinformatigen Gemäldetafeln, unter denen sich weltberühmte Bilder wie Petrus Christus' "Bildnis eines jungen Mädchens" befinden, wurden neue Hängevitrinen gefertigt, die nicht nur die Bilder optimal schützen, sondern vor allem auch eine Betrachtung aus nächster Nähe und bei perfekter Beleuchtung erlauben. Sie sind nun in Raum 4 der Gemäldegalerie zu sehen. In den Wandvitrinen von Raum 5, der bislang die Kleinformate beherbergte, werden seit Sommer 2009 Zeichnungen und Druckgrafik aus dem Kupferstichkabinett gezeigt. In Saal V setzen Hauptwerke des Genter Malers Hugo van der Goes und frühe nordniederländische Malerei um Albert van Ouwater und großformatige französische Werke um Jean Fouquet weitere Höhepunkte. Eine gänzliche Neugestaltung erfuhr Saal IV. Dabei wurden zwei große Altartafeln von Simon Marmion - die Flügel des Retabels von Saint-Omer: Das Leben des Hl. Bertin - beidseitig sichtbar aufgestellt. Die 1459 vollendeten Tafeln aus Eichenholz wurden 1905 erworben und sind auf den Vorder- und auf den Rückseiten figürlich bemalt.