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Nationalgalerie erhält als Schenkung bedeutendes Werk des Münchner Malers Leo von Klenze – Sonderpräsentation ab 28. März 2018

28.02.2018
Alte Nationalgalerie

Die großzügige Schenkung des Gemäldes „Der Concordia Tempel von Agrigento“ des Münchner Malers Leo von Klenze (1784–1864) ist eine bedeutende Ergänzung der Sammlung der Nationalgalerie.

Während sie bereits über einen großen Schatz klassizistischer Werke des Berliner Architekten Karl Friedrich Schinkel verfügt, erweitert diese Schenkung die Sammlung erstmals um ein Werk von dessen Münchner Antagonisten. Klenze übergab das großformatige Gemälde dem Berliner Ägyptologen Karl Richard Lepsius (1810–1884); es war ein Gegengeschenk für das zwölfbändige, von Lepsius 1841–1859 herausgegebene Tafelwerk „Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien“.

Anlässlich der Schenkung zeigt die Alte Nationalgalerie vom 28. März bis 15. Juli 2018 die Sonderpräsentation „Concordia – Kunst und Wissenschaft in Eintracht. Leo von Klenze und Karl Richard Lepsius“. Sie zeigt in Konzentration auf Klenzes Tempel-Darstellung und Lepsius’ Mappenwerk den intensiven Austausch zwischen dem Künstler und dem Wissenschaftler. Die Neuerwerbung wird erstmals nach einer umfangreichen Restaurierung und kunsttechnologischen Untersuchung präsentiert. 

Die Kabinettausstellung umfasst neben der Schenkung rund 35 Objekte: Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Bücher und wissenschaftliche Artefakte – darunter Leihgaben aus dem in der Bayerischen Staatsbibliothek München verwahrten Klenze-Nachlass, Arbeiten aus dem Kupferstichkabinett und dem Ägyptischen Museum der Staatlichen Museen zu Berlin, der Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften sowie der Staatsbibliothek zu Berlin.