Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten der Staatlichen Museen zu Berlin seit 16. April 2024. Mehr

Tickets

Jetzt Online! Das Erbe Schinkels

21.10.2010
Kupferstichkabinett

Das Erbe Schinkels und die Geschichtsbilder im Frühen Historismus
Vom Depot in den Diskurs - 3 Transformationen
Ein Forschungsvorhaben des Berliner Kupferstichkabinetts | 2009-2012


Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützte Projekt "Das Erbe Schinkels" umgreift, in schrittweisen "Übersetzungen", alle wesentlichen Aufgaben avancierter musealer Forschung und ist jetzt unter
www.smb.museum/schinkel erreichbar.

Es bezieht sich auf eine komplexe, äußerst repräsentative Sammlung von etwa 5.000 zumeist eigenhändigen Aquarellen, Gouachen, Zeichnungen und etwa 500 Blatt Graphik - das Erbe Karl Friedrich Schinkels im Berliner Kupferstichkabinett.

Es wird die Bedingungen idealer Erhaltung von Kulturgütern weiter entwickeln, im Wissen um die physischen Veränderungen, die das kulturelle Erbe alterungsbedingt transformieren. Es wird das Niveau der praktischen Bewahrung auf der Basis klima-, lagerungs- und kunsttechnologischer Untersuchungen deutlich anheben.

Es dient der Erschließung der Sammlung und setzt sich das Ziel, das Erbe Schinkels mittels innovativer Techniken der Digitalisierung und Katalogisierung sowie ihrer zeitgemäßen Veröffentlichung in einem Online-Katalog öffentlich nutzbar zu machen, für den Experten wie den Laien.

Es umfasst die kunsthistorische und theoretische Erforschung des vielfältigen Werks von Schinkel. In diesem Modul steht die Frage nach den Geschichtsbildern Schinkels im Zentrum. Renommierte Wissenschaftler spüren in Fachtagungen, Publikationen und Präsentationen der Bedeutung des Frühen Historismus in Europa nach. Dabei sind die bis heute fundamental wichtigen, aber weitgehend verschütteten Transformationsleistungen von Bildern, Bauten und Dekorationen der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu beleuchten, der historischen Referenzzeit für die aktuelle Debatte um Rekonstruktion und Dekonstruktion.

Krönender Abschluss des Projekts wird die genuin museale Aufgabe des Zeigens, des Erläuterns und der Vermittlung sein. Eine große Ausstellung mit internationalen Leihgaben wird die Forschungsergebnisse und den Prozess von moderner Wissenschaft anschaulich übersetzen.