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Hans Huckebein auf Facebook

15.03.2011
Pergamonmuseum

Guten Tag, mein Name ist Hans. Hans Huckebein. Auf Facebook erfahrt ihr mehr über mich und meine Kollegen vom Tell Halaf. Regelmäßig lade ich Fotos von mir und der Geretteten Götter-Ausstellung auf mein Profil und freue mich über Eure Fragen und Kommentare.

Ich möchte mich kurz vorstellen: Vor 3000 Jahren erblickte ich in der Stadt Guzana im Fürstentum Bit Bahiani das Tageslicht. Ich stand als Wächter vor dem beeindruckenden Palast, den der aramäische Fürst Kapara erbauen ließ. Doch schon nach wenigen Jahrzehnten schlugen die Assyrer eine Revolte der Bewohner von Guzana nieder und setzten den Palast in Brand. Auch ich wurde hierbei umgestürzt und zerbrach. Langsam aber sicher geriet ich in Vergessenheit. Erst Max von Oppenheim holte mich aus dem Dornröschenschlaf. Als er mich 1911 vom Schutt der Vergangenheit befreite, war alles anders als zuvor: Die prächtige Stadt Guzana gab es nicht mehr und vom Palast standen nur noch die Grundmauern. Meine steinernen Kollegen haben ein ähnliches Schicksal wie ich geteilt, auch sie lagen zerbrochen und verstreut umher.

Nun hieß der Ort "Tell Halaf", seine Bewohner waren Syrer und huldigten nicht mehr dem Wettergott. Und dann ging alles ganz schnell: Baron Oppenheim nahm mich und viele meiner Kollegen mit in seine Heimat Berlin. Mich übergab er dem Pergamonmuseum, die anderen zeigte er im Tell Halaf-Museum im Stadtteil Charlottenburg. Wie ich hörte, traf eine Bombe das Museum im Zweiten Weltkrieg. Nachdem ich schon die Hoffnung aufgegeben hatte, meine Kollegen je wieder zu sehen, sind wir nun - nach 80 Jahren! - wieder vereint: In der Ausstellung "Die geretteten Götter aus dem Palast vom Tell Halaf". Welch Grund zur Freude!
Erfahrt mehr über mich und meine steinernen Freunde auf www.facebook.com/gerettetegoetter