15.03.2026
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Mit vier neuen Auszeichnungen würdigt der Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart Künstler*innen, Förder*innen und Institutionen für ihren nachhaltigen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst und setzt zugleich ein Zeichen für die Förderung junger Künstler*innen.
Der Hamburger Bahnhof Studio Award geht in der ersten Ausgabe an Abdulhamid Kircher, Monilola Olayemi Ilupeju und Jonas Roßmeißl. Der Lifetime Achievement Award geht an Mona Hatoum, der Global Arts Patronage Award an Kiran Nadar und der Changemaker Award an die Delfina Foundation. Die vier Awards wurden im Rahmen der Benefizgala „A Night in Berlin“ im Hamburger Bahnhof am Samstag, 14. März 2026, erstmals verliehen. Die Auszeichnung findet ab sofort jährlich statt.
Der Hamburger Bahnhof Studio Award ist mit jeweils 15.000 Euro dotiert und unterstützt drei Künstler*innen unter 35 Jahren, die in Deutschland leben und arbeiten. Die Auswahl der Preisträger*innen 2026 traf eine Jury bestehend aus den Künstler*innen Mark Bradford, Ayoung Kim und Katharina Grosse gemeinsam mit Sam Bardaouil und Till Fellrath, Direktoren Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart sowie Gabriele Knapstein, stellvertretende Direktorin und Sammlungsleiterin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Kandidat*innen wurden auf Vorschlag des kuratorischen Teams des Hamburger Bahnhof sowie internationaler Expert*innen ausgewählt, darunter Sebastian Baden (Schirn Kunsthalle Frankfurt), Ulrike Groos (Kunstmuseum Stuttgart), Boaz Levin (C/O Berlin), Azu Nwagbogu (African Artists' Foundation) sowie Kathleen Reinhardt (Georg Kolbe Museum).
Der Hamburger Bahnhof Lifetime Achievement Award würdigt Künstler*innen, deren Werk die zeitgenössische Kultur weltweit maßgeblich geprägt hat und die einen langjährigen Bezug zu Berlin und Deutschland haben. Der Hamburger Bahnhof Global Arts Patronage Award ehrt Persönlichkeiten, deren philanthropisches Engagement internationale künstlerische Gemeinschaften nachhaltig stärkt. Der Hamburger Bahnhof Changemaker Award wird an Institutionen verliehen, die die Reichweite, Relevanz und gesellschaftliche Wirkung zeitgenössischer Kunst auf transformative Weise erweitern.
Mit den vier Awards würdigt der Hamburger Bahnhof als Nationalgalerie der Gegenwart Künstler*innen, Persönlichkeiten und Institutionen weltweit, deren Engagement Kunst möglich macht, und gibt zugleich neue Impulse für kulturelles Engagement in Berlin und Deutschland. Mit der Auszeichnung junger Künstler*innen bekennt sich das Museum ausdrücklich zur Zukunft der Kunststadt Berlin.
Sam Bardaouil und Till Fellrath, Direktoren des Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart
Die Benefizgala A Night in Berlin fand am Abend des 14. März 2026 im Hamburger Bahnhof mit einem Auftritt von Mitgliedern der Berliner Philharmoniker und der Staatsoper Unter den Linden mit Ellen Allien, einem Solo der Pianistin Alice Sara Ott und mit dem Tipi am Kanzleramt in einer Rauminstallation des Künstler*innenduos Elmgreen & Dragset mit einer Intervention von Monica Bonvicini in der historischen Halle des Museums statt. Die Benefizveranstaltung war ein Dank für die zahlreichen Förder*innen des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof unter dem Vorsitz von Sam Bardaouil und Till Fellrath sowie Monique Burger und Christine Wuerfel-Stauss, Mitglieder des Leadership Council des Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Der Abend war ein gemeinsames Zeichen für die Bedeutung Berlins als Kulturstadt gemeinsam mit Hauptakteur*innen der Stadtkultur.
Mitgastgebende waren die Film- und Bühnengrößen Edward Berger, Cate Blanchett, Matt Dillon, Nina Hoss, Thomas Ostermeier und Wim Wenders, die Künstler*innen Monica Bonvicini, Mark Bradford, Elmgreen & Dragset, Anne Imhof und Wolfgang Tillmans, Techno-Pionierin Ellen Allien sowie führende Persönlichkeiten aus Mode, Design und Verlagswesen Jörg Koch von 032C, Christa Boesch und Cosima Gadient von Ottolinger, Carla Sozzani und Kerstin Weng, gemeinsam mit Berliner Größen wie der Berlinale, vertreten durch Tricia Tuttle, den Berliner Philharmonikern, vertreten durch Andrea Zietzschmann, und der Staatsoper Unter den Linden, vertreten durch Elisabeth Sobotka.
2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit dem Jubiläumsprogramm 30 Jahre Hamburger Bahnhof, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November 2026, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist.