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Fünf prominente Museen vervollständigen ab Juli 2018 das Volontärsprogramm von lab.Bode

09.05.2018
Bode-Museum

lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen, das gemeinsame Programm der Kulturstiftung des Bundes und der Staatlichen Museen zu Berlin, fördert bis 2020 insgesamt 23 wissenschaftliche Volontariate im Bereich Vermittlung an Kunstmuseen in ganz Deutschland.

Welche Qualifikationen brauchen Kunstvermittler_innen heute? Wie kann die Ausbildung zur Kunstvermittler_in professionalisiert werden? Welche Voraussetzungen braucht eine qualitätsvolle Vermittlungsarbeit in Museen? Wie lassen sich Arbeitserfahrungen zwischen Vermittler_innen verschiedener Museen teilen?

Die Fachjury hat in ihrer Sitzung am 23. April 2018 fünf weitere Museen für das Programm vorgeschlagen. Zu den bereits 18 teilnehmenden Museen kommen folgende fünf Institutionen hinzu, die ab Juli 2018 am Volontärsprogramm von lab.Bode teilnehmen werden:

• Berlinische Galerie
• Brücke-Museum, Berlin
• Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
• Museum Folkwang, Essen
• Museum Ludwig, Köln

Mitglieder der Fachjury sind: Dr. Hermann Arnhold, Direktor des LWL-Museums für Kunst und Kultur Münster, Claudia Ehgartner, Leitung der Kunstvermittlung des mumok – museum moderner kunst Wien, und Dr. Gabriele Uelsberg, Direktorin des LVR-LandesMuseum Bonn.

Hortensia Völckers, Vorstand und Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes: „Wie kann man die Schätze der Museen allen zugänglich und vor allem junge Menschen auf sie neugierig machen? Auf diese Fragen entwickeln Vermittler_innen immer wieder neue Antworten. An vielen Museen fehlt es jedoch an spezifisch ausgebildetem Personal. Mit dem Volontärsprogramm von lab.Bode setzt die Kulturstiftung des Bundes ein deutliches Signal für den Ausbau des Bereichs Vermittlung an Museen. Wir freuen uns sehr, dass wir mit dem bundesweiten Programm im Rahmen von lab.Bode 23 Museen bei der Aufstockung ihrer Stellen in diesem so wichtigen Bereich unterstützen können.“

Heike Kropff, Leiterin der Abteilung Bildung/Kommunikation der Staatlichen Museen zu Berlin: „Die qualifizierte Ausbildung von Hochschulabsolventen für eine Tätigkeit im Bereich Bildung und Vermittlung in Museen – analog zu den Volontariaten im kuratorischen Bereich – ist ungemein wichtig. Die jungen Kolleg_innen sammeln so nicht nur Erfahrungen im Umgang mit Institutionen, Sie erlangen auf diese Weise eine gleichberechtigte Position gegenüber den Sammlungs- und Ausstellungskuratoren, die sich im Wirkungsbereich, im Status und in der Bezahlung niederschlägt. Hier gibt es bundesweit einen großen Nachholbedarf. Auch die Staatlichen Museen zu Berlin partizipieren von der Ausbildung der Volontäre und dem Diskursprogramm lab.Bode.“

Bis 2020 fördert die Initiative lab.Bode im Rahmen eines weitreichenden Programms insgesamt 23 wissenschaftliche Volontariate im Bereich Vermittlung. Bundesweit konnten sich Museen bewerben, die der Vermittlungsarbeit an ihrer Institution einen höheren Stellenwert einräumen möchten. Die Volontär_innen arbeiten an ihren jeweiligen Museen, begleiten zeitweise einzelne Schulprojekte im Bode-Museum und entwickeln eigene Formate in ihrem Haus. Durch das Volontärsproramm wird die Ausbildung der Vermittler_innen professionalisiert und berufliche Netzwerke entstehen. Alle Volontär_innen nehmen an einem umfassenden Fortbildungsprogramm teil, das in Kooperation mit der Bundesakademie für Kulturelle Bildung in Wolfenbüttel entwickelt wurde. Weiterer Kooperationspartner ist der Deutsche Museumsbund.

Die 23 teilnehmenden Museen am Volontärsprogramm von lab.Bode

• Berlinische Galerie
• Brücke-Museum, Berlin
• Focke Museum, Bremer Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
• GfZK – Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
• Historisches Museum Frankfurt
• Jüdisches Museum Frankfurt
• Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen, Magdeburg
• Kunstmuseum Villa Zanders, Bergisch Gladbach
• Kunsthalle Bremen
• Kunsthalle Mannheim
• Kunstmuseum Stuttgart
• Landesmuseum Württemberg, Stuttgart
• Lindenau-Museum Altenburg
• MEWO Kunsthalle, Memmingen
• Museum Folkwang, Essen
• Museum für Gegenwartskunst Siegen
• Museum Ludwig, Köln
• Museum Pfalzgalerie Kaiserslautern
• Museum Ulm
• Neues Museum – Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg
• Staatliche Kunstsammlungen Dresden
• Städtische Galerie im Lenbachhaus, München
• Städtisches Museum Abteiberg, Mönchengladbach

Über lab.Bode

Bis Ende 2020 wird das Bode-Museum auf der Museumsinsel Berlin zum Experimentierfeld. Mit einem Vermittlungslabor im Bode-Museum, einem bundesweiten Volontärsprogramm an 23 Museen und begleitenden Diskursveranstaltungen soll modellhaft gezeigt werden, was Vermittlungsarbeit an Museen auszeichnet und was sie bewirken kann.

Kommende Diskursveranstaltungen

Set #3: Dissens

Mi / 16.5.2018 / 18 Uhr: Fighting with Teachers: When Art Meets Pedagogy

  • Vortrag und Diskussion mit Darren O’Donnel, Mammalian Diving Reflex, Toronto (auf Englisch mit Übersetzung)
  • Treffpunkt: Kasse / Besucherinformation Bode-Museum
  • Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich

Mi / 6.6.2018 / 18 Uhr: Warum habt ihr das Museum gemacht?“ – Zur Arbeit mit Schüler_innen in der Kunstsammlung

  • Vortrag und Diskussion mit WHW / What, How & for Whom, Künstlerinnenkollektiv, Zagreb und Julia Hagenberg, Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf (z.T. auf Englisch mit Übersetzung)
  • Treffpunkt: Kasse / Besucherinformation Bode-Museum
  • Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich

Mi / 27.6.2018 / 18 Uhr: Das Museum verlernen

  • Vortrag und Diskussion mit Nora Landkammer, ZHdK Master Art Education, und Natalie Bayer, FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Berlin
  • Treffpunkt: Kasse / Besucherinformation Bode-Museum
  • Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich

Weitere Informationen in Kürze unter www.lab-bode.de