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Eröffnung des Archäologischen Zentrums der Staatlichen Museen zu Berlin

01.11.2012
Ägyptisches Museum und Papyrussammlung

Heute, am 31. Oktober 2012, wurde in Anwesenheit des Staatsministers für Kultur und Medien, Bernd Neumann, und des Vizepräsidenten der Deutschen Forschungsgemeinschaft, Peter Funke, von Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, und Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, in einem Festakt das neue Archäologische Zentrum in direkter Nachbarschaft der Museumsinsel Berlin eröffnet. Das Archäologische Zentrum vereint die archäologischen Kompetenzen der Staatlichen Museen zu Berlin erstmals unter einem Dach.

Seit dem 19. Jahrhundert gehören die Häuser auf der Museumsinsel zur internationalen Spitze der archäologischen Forschung. Ihre Grabungen haben Archäologie-Geschichte geschrieben. Von Anfang an hat diese Pionierarbeit die unterschiedlichste Disziplinen gemeinsam gefordert: Vorderasiatische Archäologie, Ägyptologie, Klassische Archäologie, Altorientalistik, Altphilologie, Epigraphik und Numismatik. Diese Tradition setzt sich im Archäologischen Zentrum zukunftweisend fort.

Fünf Archäologiemuseen von Weltrang werden das Archäologische Zentrum als gemeinsame interdisziplinäre Plattform für ihr Personal, ihre wissenschaftliche Arbeit, ihre Labore und Forschungsinstrumente nutzen: das Ägyptische Museum und Papyrussammlung, die Antikensammlung, das Museum für Islamische Kunst, das Museum für Vor- und Frühgeschichte und das Vorderasiatische Museum.

Der Masterplan Museumsinsel beinhaltet nicht nur die Zusammenführung der Archäologischen Sammlungen in ihren angestammten Gebäuden sondern fokussiert die Studiensammlungen, Restaurierungswerkstätten, Bibliotheken, Archive und Wissenschaftsverwaltungen auf einen Ort in der Nachbarschaft der Museumsinsel: die Museumshöfe. Im Oktober 2007 konnte, nachdem die Entscheidungsträger dem Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung den Planungsauftrag erteilt hatten, das Architekturbüro Harris + Kurrle mit den Planungsleistungen für das Archäologische Zentrum beauftragt werden. Nach den Plänen des Stuttgarter Architekturbüros entstand ein Gebäude, das für die Erforschung, Dokumentation, Konservierung und Restaurierung der Bestände optimale Voraussetzungen schafft.

Ein Novum ist die von der Kunstbibliothek eingerichtete Archäologische Bibliothek: In mehr als 150 Jahren haben die Häuser der Museumsinsel einzigartige Literaturbestände zur Archäologie zusammengetragen, die für die Öffentlichkeit nie in ihrer Gesamtheit zugänglich waren. Für die Neuaufstellung auf mehr als 1.000 qm wurde der Bestand von 150.000 Medien nach internationalen Bibliotheksstandards systematisiert und steht nun für Forscher aus aller Welt zur Verfügung.

Ebenfalls im Archäologischen Zentrum beheimatet ist das Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin mit seinen Aktenbeständen, archivischen Sammlungen und Nachlässen. Es repräsentiert sammlungsübergreifend die Geschichte der ehemals Königlichen, später Staatlichen Museen zu Berlin und versteht sich als Stätte der Forschung und zugleich als "historisches Gedächtnis" der Museen.