Digitale Angebote im Dezember: Xinyi Cheng und Video-Vorträge zur Performance-Kunst

09.12.2020
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Mitte Dezember 2020 stellt der pandemiebedingt vorübergehend geschlossene Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin mehrere digitale Angebote zur Verfügung. Die Videoreihe „Circulating Narratives – Entangling Communities. Case Studies in Global Performance Art“ präsentiert Vorträge internationaler Künstler*innen, Forscher*innen und Kurator*innen zum Verhältnis von Performance und Gemeinschaft. Ab 14. Dezember 2020 können Besucher*innen zudem die weltweit erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin Xinyi Cheng digital erkunden.

Videoreihe: Circulating Narratives – Entangling Communities. Case Studies in Global Performance Art

ab Donnerstag, 10. Dezember 2020, online verfügbar 

Die Videoreihe präsentiert 15 elfminütige Vorträge internationaler Künstler*innen, Forscher*innen und Kurator*innen zum Verhältnis von Performance und Gemeinschaft: Wie können performative Praktiken heute Geschichten verkörpern, Wissen vermitteln und Gemeinschaften schaffen? Die Teilnehmenden diskutieren im Hinblick auf das Sammeln, Archivieren und Präsentieren von Performance-Kunst.

Entwickelt wurde die Reihe mit dem Cluster of Excellence 2020 „Temporal Communities: Doing Literature in a Global Perspective“ der FU Berlin, das im Herbst 2021 eine Ausstellung im Hamburger Bahnhof zum Verhältnis kritischer Kunstformen zu politischen Protesten in Südostasien und im Westen begleitet. Diese ist Teil des vom Goethe-Institut initiierten Forschungs- und Ausstellungsprojektes „Collecting Entanglements and Embodied Histories“.

Vorträge von: Nathalie Anguezomo Mba Bikoro (Künstlerin und Kuratorin, Berlin), Irene Campolmi (Kuratorin, Kopenhagen), Stephanie Comilang (Künstlerin, Berlin/Toronto), Anna Ehrenstein (Künstlerin, Berlin), Rosalia Namsai Engchuan (Anthropologin und Filmemacherin, Berlin /Krabi), Christian Falsnaes (Künstler, Berlin), Anna-Catharina Gebbers (Kuratorin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin), Ho Tzu Nyen (Künstler, Singapur), Tuan Andrew Nguyen (Künstler, Ho-Chi-Minh-Stadt), Grace Samboh (Kuratorin und Wissenschaftlerin, Yogyakarta/Medan) und Stefanie Wuschitz (Künstlerin, Wien).

Xinyi Cheng: Online-Einführung zur Sonderausstellung

ab Montag, 14. Dezember 2020, online verfügbar

Die chinesische Malerin und Fotografin Xinyi Cheng (*1989 Wuhan) ist Preisträgerin des Baloise Kunst-Preis 2019. Die begleitende Sonderausstellung im Hamburger Bahnhof, die am 10. Dezember 2020 ursprünglich im Hamburger Bahnhof eröffnet worden wäre, musste coronabedingt ins Frühjahr 2021 verschoben werden.

Am kommenden Montag können Besucher*innen die weltweit erste institutionelle Einzelausstellung der Künstlerin digital erkunden: Xinyi Cheng sowie Gabriele Knapstein, Leiterin des Hamburger Bahnhofs, und Kurator Sven Beckstette stellen in einer Online-Einführung die Highlights der rund 30 Gemälde und sechs Fotografien umfassenden Ausstellung vor. In ihren figurativen Gemälden lässt Cheng die Beziehung der dargestellten Protagonist*innen zueinander, die durch zärtliche Gesten und intime Momente, aber auch rätselhafte Tätigkeiten angedeutet wird, offen. Auch der Umraum bleibt zumeist unbestimmt und besteht häufig aus in sich strukturierten, einfarbigen Hintergründen.

Die Publikation zu Ausstellung ist bereits im Wienand Verlag erschienen (1.12.2020, 48 Seiten, Hardcover, Englisch/Deutsch, ISBN 978-3-86832-614-7, 18 Euro) – als Auszug (PDF, 283 KB) ist daraus ein Text von Sven Beckstette online verfügbar.

Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin

Einen Überblick über das weitere Online-Angebot des Hamburger Bahnhofs sowie das gesamte Online-Angebot der Staatlichen Museen zu Berlin finden Sie unter: www.smb.museum/online-angebote.