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Die Staatlichen Museen zu Berlin auf der EXPO 2010 Shanghai: Babylon im „Pavilion of Urban Footprints“

13.04.2010
Vorderasiatisches Museum

Die Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren sich auf der EXPO 2010 in Shanghai im "Pavilion of Urban Footprints" (Spuren urbaner Entwicklung) mit weltberühmten Kunstwerken aus dem Pergamonmuseum von der Museumsinsel Berlin. Kostbare Leihgaben aus dem Vorderasiatischen Museum ergänzen aufwendige und farbenprächtige Rekonstruktionen der weltberühmten Prozessionsstraße und des Ischtar-Tores von Babylon.

Der vom Shanghai Museum kuratierte Pavillon thematisiert die Geschichte der Stadtentwicklung von den Anfängen bis zur Gegenwart. In der zweiten von insgesamt vier Sektionen wird im Bereich "Urban Development" die antike Stadt Babylon vorgestellt, eine der wichtigsten Städte des Altertums. Eine Rekonstruktion der weltberühmten Prozessionsstraße und des prächtigen Ischtar-Tores, dessen Original sich auf der Museumsinsel Berlin befindet, wird bereichert durch die aus glasierten Ziegelfragmenten zusammengesetzten Relieftiere - ein schreitender Löwe von der Prozessionsstraße und ein Drache vom Ischtar-Tor.
Zusammen mit der Rekonstruktionsstudie eines Stieres vom Ischtar-Tor wird in ihren Symboltieren die Göttertrias von Babylon präsent: Ischtar, Marduk und Adad.

Die in Shanghai gezeigten Kunstwerke aus dem Vorderasiatischen Museum stehen in unmittelbarem Zusammenhang mit den deutschen Ausgrabungen in Babylon, die von 1899 bis 1917 unter der Leitung von Robert Koldewey stattfanden. Die den Berliner Museen offiziell 1926 zugestandenen Fundanteile konnten nur wenig später der Sammlung des Vorderasiatischen Museums eingegliedert werden. Die umfassenden Funde bereichern seit der Eröffnung des Museums im Jahre 1930 die ständige Ausstellung auf der Berliner Museumsinsel mit ihren bedeutenden kulturgeschichtlichen Sachzeugen und Großarchitekturen aus Babylon, insbesondere aus der Zeit König Nebukadnezars II. (604 - 562 v. Chr.).

Mit den Leihgaben aus den Staatlichen Museen zu Berlin und den aufwendigen, monumentalen und in leuchtenden Farben gehaltenen Architekturrekonstruktionen wird auf der EXPO 2010 in Shanghai die Stadt Babylon lebendig, deren Architektur zu den "Sieben Weltwundern der Antike" zählt.
Durch das eigens für die Präsentation im "Pavillion of Urban Footprint" angefertigte Modell der Prozessionsstraße mit dem Ischtar-Tor von Babylon im Maßstab 1:100 können die Einzigartigkeit und die Dimensionen Babylons authentisch wahrgenommen werden.

Das Vorderasiatische Museum der Staatlichen Museen zu Berlin ist neben dem Louvre in Paris und dem British Museum in London eines der bedeutendsten Museen altorientalischer Altertümer der Welt und wurde als Museum der monumentalen Großarchitekturen aus den Ausgrabungsstätten Uruk, Sam'al, Babylon und Assur/Assyrien konzipiert. Auf 2.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche vermittelt es auf der Museumsinsel Berlin einen Eindruck von der mehr als 6.000 Jahre umfassenden Geschichte, Kultur und Kunst in Vorderasien.

Die Staatlichen Museen zu Berlin besitzen bedeutende Artefakte der Hochkulturen von über 6000 Jahren. Die Museumsinsel Berlin gehört seit 1999 zum UNESCO Welterbe und ist als Museums- und Architektur-Ensemble einmalig auf der Welt.

Die EXPO 2010 Shanghai findet vom 1. Mai bis zum 31. Oktober 2010 auf einer Ausstellungsfläche von insgesamt ca. 3,3 Quadratkilometern statt. Die Veranstalter rechnen mit ca. 70 Millionen Besuchern.

Die Staatlichen Museen zu Berlin auch zu Gast in Peking

Gemeinsam mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen München präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin ab März 2011 im chinesischen Nationalmuseum in Peking eine große Ausstellung zur Kunst der Aufklärung. Im Mittelpunkt der Schau, bei der auf einer Gesamtfläche von 2.700 Quadratmetern mehr als 350 Exponate gezeigt werden, stehen dabei Kunstwerke, in denen die großen Ideen dieser Zeit sichtbar werden, ihr Einfluss auf die Bildenden Künste sowie ihre Wirkungsgeschichte von den künstlerischen Revolutionen des 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.