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Der Mainzer Goldschmuck. Ein Kunstkrimi aus der deutschen Kaiserzeit

26.10.2017
Kunstgewerbemuseum

Erstmals seit einem Vierteljahrhundert wieder verleiht das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Museen zu Berlin sein bedeutendstes Ensemble mittelalterlichen Goldschmucks, das als vermeintlicher ‚Schmuck der Kaiserin Gisela‘ weltberühmt geworden ist, an ein anderes Museum: Hessisches Landesmuseum Darmstadt, 8. Dezember 2017 bis 11. März 2018

In enger Kooperation mit international renommierten Experten auf dem Gebiet der Goldschmiedekunst wurden die teils sensationellen Resultate neuer interdisziplinärer Forschungen zu der Werkgruppe für eine außergewöhnliche Sonderausstellung im Hessischen Landesmuseum Darmstadt aufbereitet.

Die abenteuerliche Geschichte des Bekanntwerdens des Goldschmucks, die außergewöhnlichen Umstände seiner Erwerbung für die Berliner Museen sowie seine verschiedenen, häufig von speziellen Interessen geleiteten Interpretationen sind zentrale Aspekte dieser einmaligen Ausstellung, die zum ersten Mal alle dem Schatz bislang zugerechneten Werke vereinigt. Die jüngsten, mit geradezu kriminalistischer Akribie gewonnenen wissenschaftlichen Erkenntnisse zeichnen ein vollkommen neues Bild dieser erstrangigen Zeugnisse profaner Goldschmiedekunst des hohen Mittelalters und ihrer Aneignung in der Neuzeit.