Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten der Staatlichen Museen zu Berlin seit 16. April 2024. Mehr

Tickets

Cyprien Gaillard ist der Favorit des Publikums in der Ausstellung zum Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2011

09.01.2012
Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart

Nachdem am 28. September 2011 die offizielle Jury Cyprien Gaillard den 6. Preis der Nationalgalerie für junge Kunst verliehen hat, hat nun auch das Publikum eindeutig entschieden, dass Gaillard der Gewinner sein soll.

Insgesamt haben 3.000 Besucher an der Abstimmung teilgenommen, von denen mehr als die Hälfte der Stimmen an den bereits gekürten Gewinner 2011 gingen. Erstmals waren sich offizielle Jury und Publikum über die Entscheidung einig.

Die offizielle Begründung der Jury lautete:

"Cyprien Gaillards Film "Artefacts" ist eine eindrückliche Reflexion über den Mythos Babylon, der durch den Bezug zum Krieg im Irak eine besondere Aktualisierung erfährt. Die kraftvollen, betörenden Bilder sind bewusst so ineinander geschnitten, dass eine hypernervöse, fast hypnotische Wirkung entsteht, die unsere Aufmerksamkeit auf unsere eigene kulturelle Befindlichkeit lenkt. Cyprien Gaillard verfolgt keinen dokumentarischen Ansatz, sondern wirft durch das offene Prinzip der Montage eher Fragen auf über den Verbleib und die Erhaltung unserer Kulturen. Im Mittelpunkt seines Filmes steht die Erosion von Artefakten. Mit der von ihm gewählten stark ästhetischen Form ist der Wille verbunden, eine Tonlage und Sprache zu finden, die außerhalb der konventionellen Berichterstattung in den Medien steht und die damit unsere Wahrnehmung für andere emotionale Räume eröffnet. Cyprien Gaillard hat ein Werk aus suggestiven Bildern geschaffen, in dem das Politische mit dem Kulturellen untrennbar verbunden ist. Wir gratulieren dem Künstler."

Der Publikumspreis wurde von art - Das Kunstmagazin präsentiert. Zusammen mit dem Exklusiv-Partner BMW verloste art hochwertige Preise.

Rund 85.000 Menschen haben in den vergangen 4 Monaten die Ausstellung gesehen, die mit der Vergabe des Publikumspreises auch gleichzeitig ihre Finissage feierte.

Auch der Film des Gewinners des Preis für junge Filmkunst Theo Solnik "Anna Pavlova lebt in Berlin" wurde am 8. Januar 2012 zum letzten Mal gezeigt.

Der Preis der Nationalgalerie für junge Kunst 2011 wird ermöglicht durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie und gefördert durch BMW.