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„Black Land: Performing Memory“. Performances und Installationen am 21. und 23. Juli 2022 in James-Simon-Galerie und Neuem Museum

12.07.2022
Museumsinsel Berlin

„Black Land“ ist eine Serie von Performances und Installationen, die den Versuch darstellen, Zeugnisse des Alten Ägypten zu erinnern und das in ihnen gespeicherte Wissen für unsere Gegenwart fruchtbar zu machen. Papyri aus Elephantine, Textfragmente und Objekte verschiedener Herkunft werden zu Zeug*innen und Akteur*innen gleichermaßen. Welche Geschichten erzählen uns die alten Texte? Wer spricht hier zu wem? Wer erinnert sich? Können wir uns gemeinsam an etwas erinnern, für das es keine Sprache(n) gibt und was bedeutet ihr Wissen heute? 

Eine „Performing Memory“ ist eine Bemühung, Traditionslinien in die wenig erschlossene Vergangenheit zu ziehen. Gibt es einen gemeinsamen Grund, auf den wir uns beziehen, wenn wir multiperspektivisch auf die Vergangenheit blicken und uns erinnern? Was verstehen wir heute, in Europa von Ägypten?

Auftakt des Projekts in der James-Simon-Galerie und im Neuen Museum

„Black Land“ versammelt interdisziplinäre und internationale künstlerische Perspektiven auf das Thema. Die Künstlerin Zorka Wollny bestreitet den Auftakt des Projekts mit einer Performance ihres „Polyphonic Choir“ im öffentlichen Raum vor der James-Simon-Galerie. Im Auditorium der James-Simon-Galerie ist eine Installation der Klangkünstlerin Yara Mekawei zu erleben. Von hier aus begeben sich die Besucher*innen auf einen Rundgang durch die Räume der James-Simon-Galerie und des Neuen Museums, der performativen Installation „Black Land“ folgend. Die Installation führt durch die Räume des Museums, lässt Texte aus Elephantine hörbar und erfahrbar werden, macht vor ausgewählten Objekten und im Griechischen Hof des Neuen Museums einen kurzen Halt für performative Darbietungen und endet schließlich im Niobidensaal, wo die Papyri aus Elephantine in Vitrinen zu besichtigen sind.

Im Rahmen des ERC-Projekts ELEPHANTINE werden diese Papyri von Prof. Dr. Verena Lepper und ihrem Team wissenschaftlich aufgearbeitet und finden nun erstmals Eingang in eine künstlerische Bearbeitung, die damit auch den Abschluss des ELEPHANTINE Projekts markiert.

Beteiligte Schauspielerinnen und Musiker*innen

An der Installation und Performance sind die Schauspielerinnen Lea Draeger und Kenda Hmeidan, die Musiker*innen Charles Hedger und Anabelle Iratni sowie der Musiker, Sänger und Performer Attila Csihar beteiligt. Csihar entwickelte das Projekt gemeinsam mit der Künstlerischen Leiterin Elena Sinanina. Die Beiträge von Yara Mekawei und Zorka Wollny wurden von Oliver Baurhenn (CTM Festival) kuratiert.

Konzept und künstlerische Leitung: Elena Sinanina, Szenografie: Inga Aleknavicuite, Kostüme: Karin Merten (Bühnenservice Berlin) nach Entwürfen von Elena Sinanina, Komposition „Black Land“: Charles Hedger, Attila Csihar, Komposition „Isoldes Transfiguration“ nach Richard Wagner: Roman Lemberg, Dramaturgie: Rabelle Ramez Erian, Dramaturgie Outside View: Maria Buzhor, kuratorische Beratung: Verena Lepper, Gesprächspartner*innen Ägypten: Walaa El Shazly, Kerylos Aziz, Sound-Design: Christopher von Nathusius, Projektmanagement: Anne Diestelkamp, Organisation in Ägypten: Ahmed Adel, Grafikdesign: Ada Favaron.

Tickets 

„Black Land: Performing Memory“ findet am Donnerstag, 21. Juli 2022, von 19 bis 23 Uhr und am Samstag, 23. Juli 2022, von 18 bis 22 Uhr statt. Tickets für 16 Euro, ermäßigt 11 Euro sind im Shop des CTM Festivals erhältlich.

Förderer und Kooperation

Ein Projekt von Elena Sinanina, Attila Csihar und Ensemble, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds in Kooperation mit dem Ägyptischen Museum und Papyrussammlung, Staatliche Museen zu Berlin, dem CTM Festival und dem silent green Kulturquartier.

Mit freundlicher Unterstützung des Collegium Hungaricum Berlin, Zelfo Technology GmbH und der LEIPA Group. Der zweite Teil findet am 28. und 29. Oktober 2022 im silent green Kulturquartier statt.