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Bernd Kluge als Direktor des Münzkabinetts verabschiedet

10.10.2014
Bode-Museum

Am 1. Oktober 2014 trat Bernd Kluge nach 42 Dienstjahren im Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin in den Ruhestand. Seit 1992 leitete er es als Direktor. In seine Amtszeit fallen die Etablierung des Münzkabinetts als eines nur im Ostteil Berlins vorhandenen Museums ohne westlichen Zwilling in der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die Generalsanierung des Bode-Museums und des Münzkabinetts 1998-2006 sowie die Eröffnung neuer ständiger Ausstellungen des Münzkabinetts im Bode-Museum (2006) und im Alten Museum (2011). Seit 1995 lehrt er als Honorarprofessor Numismatik an der Humboldt-Universität. (Schriftenverzeichnis und persönliche Bilanz Bernd Kluges über seine 22 Direktorenjahre)

Seine Verabschiedung fiel zusammen mit dem zehnjährigen Bestehen der Erivan und Helga Haub-Stiftung zur Förderung des Münzkabinetts. Aus diesem Anlass stifteten Erivan und Helga Haub dem Münzkabinett die bisher noch unbekannte älteste Goldmünze Berlins mit Jahreszahl. Sie ist von Kurfürst Joachim I. (1499-1535) geprägt und stammt aus dem Jahr 1518. Neben Seltenheit und numismatischen Bedeutung ist diese Münze ein wichtiges Zeugnis für die Entwicklung Berlins zur Residenz der hohenzollernschen Kurfürsten von Brandenburg (Pressemitteilung).

Bis zur Ernennung eines neuen Direktors leitet der bisherige Stellvertreter Bernhard Weisser das Münzkabinett.