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Ausstellungskooperation: Frühe Hauptstädte Islamischer Kultur. Das künstlerische Erbe des umaiyadischen Damaskus und des abbasidischen Bagdad (660–950)

06.02.2016
Pergamonmuseum

6. Februar bis 5. Mai 2016

Eine Ausstellungskooperation des Museums für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin und des Nationalmuseums Riad

Das Museum für Islamische Kunst der Staatlichen Museen zu Berlin setzt mit der Ausstellung „Frühe Hauptstädte Islamischer Kultur“ seine Kooperation mit dem Nationalmuseum Riad fort. Im Zentrum der Schau, die bereits in Sharjah / Vereinigte Arabische Emirate gezeigt wurde, steht das kulturelle Vermächtnis von Damaskus und Bagdad, der ersten beiden Hauptstädte der Islamischen Welt. Erstmalig werden seltene archäologische Schätze und ausgesuchte Meisterwerke aus den ersten Jahrhunderten des Islam präsentiert. Sie werfen Licht auf eine historisch bedeutende Epoche, den Übergang von der vorislamischen Spätantike zur Islamischen Blütezeit des 8. und 9. Jahrhunderts, und verdeutlichen die Fortführung, Aneignung und Anpassung antiker Formen, Techniken und ästhetischer Praktiken, aber auch bahnbrechender Innovationen dieser Zeit.

Mit über 100 Objekten aus den Beständen des Museums für Islamische Kunst wird der Einblick in eine der faszinierendsten Perioden der Menschheitsgeschichte ermöglicht. Die ausgestellten Funde stammen sowohl aus umaiyadischen wie abbasidischen Palastanlagen und Haupt- und Residenzstädten aus der Zeit der ersten beiden Islamischen Dynastien. Präsentiert werden die umaiyadischen „Wüstenschlösser“ Khirbet al-Minya (705–15), Qusayr Amra (~730ger) und der berühmte Palast Mschatta (~744), sowie die gigantische Residenzstadt Samarra (9. Jh.). Archäologische Funde aus der altpersisch-sasanidischen Hauptstadt und frühislamischen Provinzhauptstadt Ktesiphon im Irak (5.–7.Jh.) dienen als Beispiel für die Inspirationsquellen und Grundlagen Islamischer Kunst.

Das Museum für Islamische Kunst – Staatliche Museen zu Berlin, beheimatet im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel, ist eines der führenden Museen zur Islamischen Kunst und Archäologie weltweit. Archäologische Objekte und Meisterwerke aus den ersten Jahrhunderten Islamischer Zeit sind ein besonderer Sammlungsschwerpunkt und werden von Kooperationsprojekten mit vielen Ländern der Islamischen Welt begleitet. Das Museum engagiert sich seit Jahren in Projekten zum Kulturerhalt, darunter das „Syrian Heritage Archive Project“, aber auch in Museums- und Ausbildungsprojekten für Restauratorinnen und Restauratoren in der Islamischen Welt (Afghanistan, Pakistan, Iran, arabische Länder).