Ausstellungseröffnung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete"

07.12.2012
Neues Museum

Am 6. Dezember 2012, genau 100 Jahre nach der Auffindung der Büste der Nofretete in Tell-el Amarna, wurde die Ausstellung "Im Licht von Amarna. 100 Jahre Fund der Nofretete" im Neuen Museum auf der Museumsinsel Berlin feierlich eröffnet. Begrüßt wurden die Gäste durch Ansprachen von Bernd Neumann, Staatsminister für Kultur und Medien, Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Michael Eissenhauer, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, Mohamed Higazy, Botschafter der Arabischen Republik Ägypten, sowie Friederike Seyfried, Direktorin des Ägyptischen Museums und Papyrussammlung und Kuratorin der Ausstellung.

Die Büste der Nofretete sei unzweifelhaft und zu Recht im Eigentum der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, betonte Kulturstaatsminister Neumann. Dazu gäbe es umfassende Belege. Kunstwerke seien Teil eines universellen Welterbes der Menschheit, die - egal wo sie sich befänden - möglichst vielen Menschen zugänglich gemacht werden sollten.

Bis zum 13. April werden neben der berühmten Büste in der Ausstellung noch nie gezeigte und erstmals restaurierte Objekte aus dem Alltagsleben Amarnas, wie Geschirr, Fliesen oder Schmuck, präsentiert. Architekturmodelle, Dokumente und Filme veranschaulichen das damalige Leben in der Residenzstadt Echnatons und Nofretetes sowie den Grabungsalltag und die Fundteilung zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Der Berliner Kaufmann James Simon hatte seit 1912 die Grabungen Ludwig Borchardts finanziert. Sie führten vor 100 Jahren zur Auffindung der Nofretete. Durch die damals übliche Fundteilung gelangten 5 500 Objekte der Amarna-Zeit nach Berlin und in den Besitz James Simons, der sie später den Königlichen, heute Staatlichen Museen zu Berlin, schenkte.