1500 spektakuläre „Funde“ zurück im Museum für Vor- und Frühgeschichte

13.04.2022
Museum für Vor- und Frühgeschichte

Der West-Berliner Maler Peter Grämer hatte in den Sechzigerjahren in den Ruinen des ehemaligen Kunstgewerbemuseums (heute: Martin-Gropius-Bau) gegraben – seine Witwe Christine Weber übergab jetzt 1.500 Gegenstände, hauptsächlich Keramik, aber auch Bronze, Eisen und Stein an das Museum für Vor- und Frühgeschichte.

Der Martin-Gropius-Bau, der lange als Kunstgewerbemuseum genutzt wurde, barg ab 1921 die Sammlungen des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin. Nur die wertvollsten Objekte konnten vor der Kriegszerstörung in Sicherheit gebracht werden. Zehntausende von Funden aus allen Epochen sanken bei der Bombardierung des Museums 1945 in Schutt und Asche. In das zerstörte Museum zog es in der Nachkriegszeit West-Berliner „Hobby-Archäolog*innen“, die in der Ruine gruben und teilweise bedeutende Stücke bergen konnten. 

Zu ihnen gehörte auch der 1939 geborene Maler Peter Grämer, der mit seinen Kommiliton*innen von der Hochschule der Bildenden Künste (heute: Universität der Künste) in die Stresemannstraße kam, um im Schutt sehr erfolgreich nach archäologischen Funden zu graben. Die Witwe des 2018 verstorbenen Künstlers, Christine Weber, übergab jetzt dem Museum für Vor- und Frühgeschichte ein Konvolut von 1.500 Gegenständen. Hauptsächlich handelt es sich um Keramik (Scherben und ganze Gefäße), aber auch Bronzen, Eisen und Stein. Außerdem übergab Frau Weber drei Kladden, in dem ihr Mann die wichtigsten Funde in Tusche festgehalten hat. Auch sind die Fundstellen zeichnerisch genau dokumentiert.

Unter der E-Mail Adresse h.junker@smb.spk-berlin.de kann sich melden, wer ähnliche „Funde“ in seinem privaten Umfeld vermutet.