Untersuchungen zur Teilung und Akquisition der archäologischen Funde aus den deutschen Grabungen (1912 – 1939) in Uruk (Warka, Irak) im Vorderasiatischen Museum

Das Forschungsvorhaben unter der Leitung von Prof. Dr. Markus Hilgert verfolgt das Ziel, alle diejenigen Dokumente, die Auskunft über die Fundteilung der archäologischen Objekte aus Uruk (Warka, Irak) zwischen dem Irak und Deutschland sowie über die Umstände ihrer Akquisition durch das Vorderasiatische Museum (VAM) im Zeitraum zwischen 1912 und 1939 geben, möglichst umfassend zu recherchieren, zu digitalisieren und inhaltlich zu systematisieren.

Das Projekt will damit auch den Wiederaufbau des Fundteilungsarchivs im Iraq Museum Baghdad aktiv unterstützen und so auch die Grundlage dafür schaffen, dass erstmals seit 2003 im Irak historische Forschungsarbeiten zu den deutschen archäologischen Ausgrabungen in Uruk (Warka), zu den in diesem Zusammenhang getroffenen Fundteilungsvereinbarungen sowie zu der auf diesen Vereinbarungen beruhenden Ausfuhr von archäologischen Kulturgütern aus Uruk (Warka) nach Deutschland wieder möglich werden.

Durch die umfassende Zusammenstellung, Aufarbeitung und Offenlegung der Fundteilungsdokumentation soll insbesondere der partnerschaftliche Kulturdialog zwischen Deutschland und Irak in den Bereichen der altertumswissenschaftlichen Forschung und musealen Zusammenarbeit verbessert und damit eine Grundlage für alle zukünftige Kooperationen in diesen Bereichen geschaffen werden. Mit den Ergebnissen der Provenienzforschung zu archäologischen Objekten aus dem Irak, die seit dem Beginn des 20. Jh. v. Chr.  zu den Beständen des VAM zählen, soll überdies Transparenz im Hinblick auf die Erwerbungspraktiken des Museums in der ersten Hälfte des 20. Jh. hergestellt werden, ein besonderes kulturpolitisches Desiderat gerade im Hinblick auf die internationalen Beziehungen der Einrichtung.

Projektleitung: Prof. Dr. Markus Hilgert
Projektfinanzierung: Auswärtige Amt