Referent: Paul Hofmann

Prägend für die Sammlungsgeschichte der Skulpturensammlung und des Museums für Byzantinische Kunst waren die tragischen Ereignisse im Leitturm des Flakbunkers Friedrichshain, in dem ab September 1941 umfangreiche Sammlungsbestände eingelagert und im Mai 1945 durch zwei Brände zerstört oder stark beschädigt wurden. Jüngere Forschungen über kriegsbedingt verlagerte und damit verloren geglaubte Kunstwerke sowie deren Restaurierungsgeschichte führten ab 2015 im Projekt „Donatello und die italienische Renaissance“ zu neuen Erkenntnissen. Einzelschicksale legen beispielhaft Zeugnis ihrer komplizierten Geschichte ab. Diese verloren geglaubten Bildwerke gehören der Öffentlichkeit und sollten nach mehr als 70 Jahren wieder den Stellenwert einnehmen, den sie als Kunstwerke der Weltkultur verdienen. Im Vortrag wird die Frage gestellt, wie wir mit Objekten umgehen können, die durch die Kriegsereignisse getrennt wurden, deren Zusammenführung sich jedoch aus politischen Gründen verbietet.

Auf Spurensuche – 70 Jahre „verschollen“

Vortrag

Angebote für: Erwachsene
Termin: Do 23.08.2018 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Ort: Archäologisches Zentrum
Treffpunkt: Brugsch-Pascha-Saal
Kosten: 0 EUR Anmeldung: nicht erforderlich
Sammlung: Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst
Veranstaltungsreihe: Von Restauratoren erforscht | Vortragsreihe

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