ANOXIA

Untersuchungen zur Wirksamkeit kontrollierten Sauerstoffentzugs als Behandlung gegen Insektenbefall an Museumsobjekten

Im Integrated Pest Management (IPM) sind Verfahren zur Vermeidung, der Früherkennung und einer gezielten Vernichtung materialschädigender Organismen miteinander verbunden. Im Vordergrund stehen dabei physikalische und biologische Verfahren. Besonders materialschonend ist eine Anoxia-Behandlung mittels Stickstoffgas, wobei der verbleibende Sauerstoffanteil, das Umgebungsklima und die Behandlungsdauer den Erfolg der Maßnahme beeinflussen.

In Abhängigkeit von der Materialbeschaffenheit der Objekte und den vorkommenden Schädlingsarten können die Behandlungszeit und die erforderliche Minimalkonzentration für Stickstoff sehr variabel sein. Das durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt geförderte Projekt soll die Wirksamkeit von Anoxia-Behandlungen unter spezifischen Bedingungen feststellen, wofür die wirtschaftlich bedeutendsten Materialschädlinge in ihren unterschiedlichen Entwicklungsstadien unter kontrollierten und im üblichen Museumsbetrieb reproduzierbaren Bedingungen mit Anoxia behandelt werden, um Dosis-Wirkungs-Parameter bei unterschiedlichen Klimabedingungen zu generieren.

Förderer: DBU
Partner: Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM); Julius-Kühn Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen; Technische Universität Ilmenau
Laufzeit: 2015 bis 2016