Über die Sammlungen

Das Pergamonmuseum beherbergt drei eindrucksvolle Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin: die Antikensammlung, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst.

Antikensammlung

Die Antikensammlung gehört zu den weltweit bedeutendsten Sammlungen für griechische und römische Kunst. Sie ist heute in drei Häusern auf der Museumsinsel Berlin zu besichtigen: im Pergamonmuseum, im Alten Museum und im Neuen Museum. Im Pergamonmuseum sind Architekturaufbauten aus griechischer und römischer Zeit zu sehen.

Hauptanziehungspunkt ist der Pergamonaltar (180–160 v. Chr.). Sein Skulpturenfries zählt zu den Meisterwerken hellenistischer Kunst. Er zeigt den Kampf der olympischen Götter mit den Giganten. Ein Glanzstück römischer Architektur ist das Markttor von Milet aus der Zeit um 100 n. Chr.

Im Rahmen des Masterplans Museumsinsel wird das Pergamonmuseum seit 2013 abschnittsweise saniert. Das Vorhaben wird in zwei Bauabschnitten realisiert, so dass ein Teil des Museums immer für die Besucher geöffnet bleiben kann. Im Zuge der Sanierung bleibt der Saal mit dem Pergamonaltar bis mindestens 2024 geschlossen. Von der Schließung betroffen sind darüber hinaus der Nordflügel sowie der Hellenistische Saal.

Um den Besuchern der Museuminsel auch während der Sanierungszeit des Pergamonmuseums ein attraktives Angebot machen zu können, errichtete die Stiftung Preußischer Kulturbesitz den temporären Ausstellungsbau „Pergamonmuseum. Das Panorama“ direkt gegenüber der Museumsinsel am Kupfergraben, welcher im November 2018 eröffnet wurde.

Vorderasiatisches Museum

Das Vorderasiatische Museum sammelt Zeugnisse einer 6.000-jährigen Kulturgeschichte vorwiegend aus Mesopotamien, Syrien und Anatolien. Die etwa 270.000 Objekte wurden vor allem während der großen deutschen Ausgrabungen in Babylon, Assur, Uruk und Habuba Kabira zusammengetragen.

Zu den Hauptattraktionen gehören die großen Architekturrekonstruktionen des farbenprächtigen Ischtar-Tores und der Prozessionsstraße von Babylon aus der Zeit Nebukadnezars II. (6. Jahrhundert v. Chr.). Nicht weniger bedeutend sind die frühesten Schriftzeugnisse der Menschheit in Keilschrift auf Tontafeln aus Uruk vom Ende des 4. Jahrtausends v. Chr.

Bedingt durch die Baumaßnahmen im Pergamonmuseum mussten einige Objekte im Vorderasiatischen Museum zu deren Sicherheit aus den Vitrinen entnommen werden. Die Funde aus Uruk und Habuba Kabira sowie die Räume mit babylonischen, altiranischen und sumerischen Denkmälern sind derzeit ebenfalls nicht zugänglich. Wir bitten diesbezüglich um Ihr Verständnis.

Museum für Islamische Kunst

Das Museum für Islamische Kunst gehört zu den herausragenden Sammlungen islamischer Kunst außerhalb der islamischen Welt. Es vereint Meisterwerke der angewandten Kunst und archäologische Zeugnisse muslimischer Völker und der mit ihnen lebenden christlichen und jüdischen Gruppen vom 8. bis zum 19. Jahrhundert.

Besonders beeindrucken sind die zum Teil vollständigen architektonischen Werke, die in ihrer Monumentalität so in keinem anderen Museum zu finden sind: etwa die reich verzierte Steinfassade des Kalifenschlosses Mschatta (Jordanien, 740er-Jahre) und das berühmte Aleppo-Zimmer mit seiner farbenprächtig bemalten Wandtäfelung (Syrien, 1600).

Der Südflügel des Pergamonmuseums mit dem Ischtar-Tor, der Prozessionsstraße und dem Museum für Islamische Kunst sowie der Saal mit dem Markttor von Milet bleiben weiterhin geöffnet.