Druet sieht Rodin
Skulptur & Photographie

02.11.2005 bis 08.01.2006

Alte Nationalgalerie

In Kooperation mit dem Museum für Fotografie

In der Ausstellung der Alten Nationalgalerie wird erstmals der Gesamtbestand der 125 Fotografien von Eugène Druet vorgestellt, der sich im Zentralarchiv der Staatlichen Museen zu Berlin befindet, bereichert um einige Bronzebildwerke von Rodin. Der Direktor der Nationalgalerie, Hugo von Tschudi, konnte diesen vor genau einhundert Jahren erwerben. Sämtliche Aufnahmen zeigen Werke von Auguste Rodin, der seit etwa 1900 als prägende Vaterfigur der modernen Kunst gilt. Zu sehen sind nicht nur bekannte Marmore wie "Der Kuss" und vielfach reproduzierte Arbeiten wie "Das Eherne Zeitalter" und "Der Denker", sondern auch Denkmäler wie jene für Victor Hugo und die bekannte Gruppe der "Bürger von Calais". Ergänzt werden diese durch Fotografien der kleinformatigen Bildwerke, die bis heute meist nur Kennern vertraut sind.

Druets sehr malerisch gehaltene Aufnahmen sind auch heute noch bedeutsam, weil sie die Bildwerke nicht nur dokumentarisch reproduzieren, sondern die Plastiken durch differenzierte Lichtführung, durch Blicke in den umgebenden Raum, die Einbeziehung von fotografischen Apparaten oder durch die Nutzung unterschiedlichster, teilweise bizarrer Perspektiven und Kontraste interpretieren.

In der Ausstellung werden die Fotografien in fünf Kabinetten vorgestellt, bereichert um einige Werke Rodins aus dem Besitz der Nationalgalerie. Der Katalog bietet neben einem ausführlichen und kommentierten Tafelteil auch Anmerkungen zur Technik der Fotografie.