Gemeinsame Vergangenheit – gemeinsame Zukunft

Seit Oktober 2017 führt das Museum für Islamische Kunst das Modellprojekt „Gemeinsame Vergangenheit – gemeinsame Zukunft" durch, welches im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit" des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird und bis Ende 2019 angelegt ist.

Inhaltliche Leitlinie des Projekts bildet der Ansatz, dass Kulturen sich nicht unabhängig voneinander entwickelt und verändert haben, sondern dass die Vergangenheit geprägt ist von kulturellem Austausch, der alle Mitglieder unserer Gesellschaft miteinander verbindet. Dies soll anhand der Artefakte des Museums und des hier vorhandenen Wissens verdeutlicht werden. Gleichzeitig soll darauf basierend überlegt werden, was eine gemeinsame Zukunft vor diesem Hintergrund sein kann, was sie bedeutet, was sie ausmacht.

Damit hat das Projekt nicht nur zum Ziel, einseitige Kultur- und Geschichtsbilder aufzubrechen. Es möchte insbesondere auch Jugendliche in ihrem häufig schwierigen Prozess der Identitätsfindung und Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und ihnen Wege zu einer offenen Haltung in einer vielfältigen und häufig gegensätzlichen Welt eröffnen. Dazu gehören die Auseinandersetzung mit Fremd- und Selbstbildern genauso wie das Verständnis kulturgeschichtlicher Zusammenhänge.

Um die Zielgruppen zu erreichen, ist das Projektteam derzeit auf der Suche nach  Partnerinnen und Partnern: Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus dem außerschulischen Bereich, die sich haupt- oder ehrenamtlich in Sport- und Kulturvereinen, Jugendfreizeiteinrichtungen und anderen vergleichbaren Institutionen engagieren.

Regelmäßige Evaluationen werden das Projekt begleiten. Zudem sollen öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und Interventionen die Aufmerksamkeit einer breiteren Öffentlichkeit auf das Projekt und sein Thema lenken.

Mit dem Projekt unterstreicht das Museum einmal mehr seine wichtige Rolle als gesellschaftlicher Akteur.

Projektleitung: Nushin Atmaca
Mitarbeiterin: Hilal Sezgin
Träger: Stiftung Preußischer Kulturbesitz
Förderer: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms "Demokratie leben!"
Laufzeit: Oktober 2017 bis Dezember 2019