Das „Schultzsche Geheimnis“ und die „Kunst alte Gemählde zu repariren“. Ein wiederentdecktes Traktat zur Gemälderestaurierung bei den königlich preußischen Sammlungen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts

Von Restauratoren erforscht

Termin:
Do 23.01.2020 18:00 Uhr - 19:00 Uhr
Ort:
Bode-Museum
Angebot:
Expertengespräch | Vortrag / Erwachsene
Anmeldung:
nicht erforderlich

Die Auffindung eines Restaurierungstraktates des für König Friedrich II. von Preußen arbeitenden Gemälderestaurators Friedrich Schultz (1721-1794) aus dem Jahr 1789 ist ein Glücksfall für die Geschichte der Gemälderestaurierung des 18. Jahrhunderts. Es gibt Materialien, Rezepte und Arbeitsweisen wieder und ist damit eine Fundgrube für die zumeist im Dunkeln liegende praktische Seite der Restaurierungsgeschichte in dieser Zeit.

Der erste Teil des Vortrags bietet einen kurzen Überblick über die Gemälderestauratoren, die im 18. Jahrhundert für die preußischen Könige tätig waren. Dabei soll besonders das Wirken von Friedrich Schultz im Vordergrund stehen. Er gelangte im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts zu nationaler Berühmtheit. Der zweite Teil des Vortrags widmet sich der praktischen Arbeitsweise von Schultz am Beispiel seiner Doublier- und Reinigungsmethoden.

Referentinnen: Dr. Alexandra Nina Bauer und Mechthild Most, Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg

 

Der Arbeitskreis der leitenden Restauratoren der Staatlichen Museen zu Berlin hat eine Vortragsreihe[MTH1]  ins Leben gerufen, in der Restauratorinnen und Restauratoren unterschiedlicher Fachrichtungen Einblicke in aktuelle Restaurierungs- und Forschungsprojekte gewähren. Die Vorträge und Gespräche wenden sich an alle, die sich für Restaurierung und Kunsttechnologie interessieren.