Zwischen Kosmos und Pathos
Berliner Werke aus Aby Warburgs Mnemosyne Bilderatlas

02.04.2020 bis 28.06.2020
Gemäldegalerie

Parallel zur Ausstellung „Aby Warburg: Mnemosyne Bilderatlas – das Original“ (2.4.-22.6.2020) im Haus der Kulturen der Welt werden in der Gemäldegalerie Kunstwerke von der Vor- und Frühgeschichte bis zur Neuzeit gezeigt, die Warburg als Vorlagen seiner enzyklopädischen Bildersammlung dienten. Werke aus zehn Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin treten so in einer Art dreidimensionalem Reenactment in einen eindrucksvollen Dialog mit Warburgs Magnum Opus.

Aby Warburg (1866–1929) war einer der bedeutendsten Kunsthistoriker des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts, der unermüdlich das „Nachleben“ antiker Motive in der europäischen Kultur seit der Renaissance studierte. Warburg war überzeugt, dass die Antike für die Künstler der Renaissance nicht nur ein schematisches Modell darstellt, sondern darüber hinaus auch eine urbildhafte, emotionale Bedeutung besitzt, die sich in Schlüsselmotiven und Kernthemen herauskristallisiert. Warburgs letztes Werk war eine gigantische Zusammenstellung von fast tausend Fotografien und Abbildungen in seiner Hamburger Bibliothek, genannt „Mnemosyne Bilderatlas“, die seine Studien der vergangenen Jahrzehnte resümierte und zugleich neue Wege in der Bildwissenschaft aufzeigen sollte.

Originale Werke zu Kosmos und Pathos

Im Frühjahr 2020 werden – erstmals seit 1929 – die Originalabbildungen des Bilderatlas wieder in ihrer ursprünglichen Anordnung in einer spektakulären Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt präsentiert. Aus diesem Anlass würdigen auch die Staatlichen Museen zu Berlin den großen Bildwissenschaftler und präsentieren knapp 50 originale Kunstwerke aus ihren Sammlungen, die von Warburg für die Themenbereiche Kosmos und Pathos im Bilderatlas ausgewählt wurden.

Warburgs komplexes Denken veranschaulicht

Die Werke aus zehn Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin – der Antikensammlung, der Gipsformerei, der Kunstbibliothek, dem Kunstgewerbemuseum, dem Kupferstichkabinett, dem Museum Europäischer Kulturen, dem Münzkabinett, der Skulpturensammlung und dem Museum für Byzantinische Kunst, dem Vorderasiatischen Museum sowie vor allem der Gemäldegalerie, die mit Meisterwerken von van Eyck, Ghirlandaio, Botticelli, Rembrandt und Rubens prominent vertreten ist – zeigen eindrücklich die Fülle der Berliner Sammlungen, verdeutlichen die Beziehungen von Werken und Kulturen über Raum- und Zeitgrenzen hinweg und erläutern zugleich in exemplarischer Form das komplexe Denken, welches Warburgs Magnum Opus zugrunde liegt.

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