17:00 Begrüßung & Einführung
Udo Kittelmann, Direktor der Nationalgalerie — Staatliche Museen zu Berlin
Johannes Ebert, Generalsekretär, Goethe-Institut

17:30 – 18:30 Panels I: National Narratives and Community Aspirations
18:30 – 19:30 Panel II: Educational Missions and Place Marketing Strategies
19:30 – 20:30 Panel III: Art Market, Artists' and Collectors' Initiatives 

In einer ethnisch, kulturell und religiös so heterogen geprägten Region wie Südostasien, sieht sich die Institution Museum gegenwärtig mit diversen Fragen und Herausforderungen konfrontiert. Nationalmuseen, die vielfach mit traditionellen Konzepten arbeiten, suchen nach aktuelleren Narrativen. Die zeitgenössische Kunstszene wird von einer wachsenden Zahl von Kunstmessen, Biennalen, Museumsgründungen von Sammlern und Initiativen unabhängiger Kuratoren*innen geprägt. Im Rahmen des vom Goethe-Institut initiierten Projekts Transitioning Museums in Southeast Asia haben sich verschiedene Expert*innen aus der Museumslandschaft Südostasiens und Deutschlands zu Runden Tischen in Phnom Penh, Singapur, Kuala Lumpur und Jakarta getroffen. Bisher wurde der Umgang von Museen mit fotografischen Dokumenten und Archiven, der Kooperation von Bildungseinrichtungen, der Arbeit von Künstler*innen und mit verschiedenen Communities sowie Publikumserwartungen diskutiert.
In Berlin sind Kurator*-, Museumsleiter*- und Künstler*innen aus Südostasien und Deutschland eingeladen von ihren Erfahrungen zu berichten, und um sich über unterschiedliche Perspektiven auf die sich wandelnde Ausstellungspraxis auszutauschen. 

Mit:
Friedrich von Bose, Puawai Cairns, Maria Joselina Cruz, Clémentine Deliss, Gridthiya Gaweewong, Anna-Catharina Gebbers, Annissa Guitom, Vireak Kuong, Chor Lin Lee, Kusra Mookdawijit, Barbara Plankensteiner, Grace Samboh, Russell Storer, Enin Supriyanto, Yune Yap

16:00 – 18:00 Performance
Melati Suryodarmo, Sweet Dreams Sweet (2013) 
2 h, 28 Performerinnen, im Innen- und Außenraum 
"Sweet Dreams Sweet" ist eine zweistündige Performance mit achtundzwanzig Darstellerinnen in weißer, uniformierter Kleidung. Die Darstellerinnen bewegen sich jeweils zu zweit durch den Performance-Bereich, gehen spazieren, entspannen sich sitzend und tauchen dabei ihre Füße in blaues Wasser, welches an ihrer weißen Kleidung blaue Flecken hinterlässt. Die Aufführung lädt das Publikum ein, sich der Dichotomie zwischen Suryodarmos Interesse am einzelnen Individuum und den Menschen als soziale Wesen zu stellen. Sozialer Druck zwingt die Menschen oft in einen Zustand der Homogenität. Sie wollen die gleiche Art von Kleidung tragen und dasselbe tun wie die anderen. Sie fühlen sich unbehaglich, wenn sie zu verschieden von ihrer Gemeinschaft sind und damit eine Angst- oder Ablehnungsreaktion der Gruppe auslösen könnten. Wenn eine ursprünglich vielfältige Gesellschaft durch eine Mehrheitsgruppe dominiert wird, erfahren Personen, welche vom Mainstream abweichen schnell Ablehnung. Soziale, kulturelle, sprachliche und politische Faktoren, die ursprünglich zur Vielfalt einer Gesellschaft beigetragen haben, werden unterdrückt. Dieses Phänomen steht gegen den Individualismus, da die Menschen in einer uniformierten Gesellschaft nicht autonom sind.

Die Konferenz und Performance finden in Kooperation des Goethe Instituts mit der Nationalgalerie — Staatliche Museen zu Berlin und im Rahmen der Ausstellung "Hello World. Revision einer Sammlung“ statt, die am 27. April 2018 um 20 Uhr im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin eröffnet.

 

RECOLLECTIONS. EXPERIENCES. COMMUNITIES
(in englischer Sprache)

Museum and Curating Practices in Southeast Asia

Performance | Podiumsdiskussion

Termin: Mi 25.04.2018 16:00 Uhr - 21:00 Uhr
Ort: Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin
Kosten: kostenfrei Anmeldung: nicht erforderlich
Ausstellung: Hello World. Revision einer Sammlung
Sammlung: Nationalgalerie

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