Agnieszka Polska: The Demon’s Brain

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Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Der neunte Preis der Nationalgalerie wurde im Herbst 2017 an Agnieszka Polska (geb. 1985 in Lublin) verliehen. In einer Einzelausstellung in der Historischen Halle wird die Künstlerin ab dem 27. September im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin eine neue Mehrkanal-Videoinstallation präsentieren.

In Polskas Animationsfilmen treffen wir auf eine verschlüsselte Aneignung vorgefundener kultureller Erzeugnisse. Oft von einem verunsichernden Unterton getragen, stellen Polskas verführerische Videos auf eine poetische Weise die Frage nach dem Zustand der gegenwärtigen Welt und unserer Rolle und Verantwortung. Für ihr neues Projekt nimmt die Künstlerin einen historischen Schriftverkehr aus dem 15. Jahrhundert zwischen dem damaligen Verwalter der polnischen Salzbergwerke Mikołaj Serafin, seinen Kreditgebern und -nehmern sowie seinen Angestellten als Ausgangspunkt. In einem zu diesem Zeitpunkt beispielslosen Abkommen wurden die Bergwerke vom König an Serafin verpachtet und konnten somit als eine Art früh-kapitalistisches Unternehmen innerhalb der feudalen Gesellschaft funktionieren.

In einer raumgreifenden Video- und Toninstallation erzählt Polska die Geschichte des Boten, der Serafins Briefe übermittelt und selbst weder lesen noch schreiben kann. Eines Tages verirrt sich der Junge im Wald, wo ein unerwartetes Treffen eine halluzinatorische Vision in ihm hervorruft, in der heutige Probleme und Theorien von Ressourcenverbrauch und Informationsökonomik mit christlichen Vorstellungen des Weltuntergangs zusammenfließen.

Diw Ausstellung wird ermöglicht durch die Freunde der Nationalgalerie und gefördert durch BMW.

Website Preis der Nationalgalerie

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Agnieszka Polska, Gewinnerin des Preis der Nationalgalerie 2017, und Sandra Wollner, Gewinnerin des Förderpreis für Filmkunst 2017
© Foto: offenblen.de
Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart - Berlin

Agnieszka Polska gewinnt den Preis der Nationalgalerie 2017, Sandra Wollner gewinnt den Förderpreis für Filmkunst 2017

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