Wissenschaftliche Erforschung der Provenienzen sämtlicher Bestände des Landes Berlin in den Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz (exklusive „Galerie des 20. Jahrhunderts“ sowie Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch)
Im April 1964 wurde zwischen dem Land Berlin und der Stiftung Preußischer Kulturbesitz ein „Leihvertrag über die aus Mitteln der Deutschen Klassenlotterie beschafften und im Eigentum Berlins stehenden Vermögenswerte“ abgeschlossen. Die Leihgaben an die Staatlichen Museen zu Berlin umfassen 109 Positionen, darunter Gemälde, Skulpturen, Papierarbeiten, kunstgewerbliche und ethnologische Gegenstände sowie Münzen von der Antike bis in die Moderne.
Sie wurden zuvor für acht Museen der Stiftung erworben: Antikensammlung, damaliges Museum für Völkerkunde (heute Ethnologisches Museum / Museum für Asiatische Kunst), Gemäldegalerie, Nationalgalerie, Kupferstichkabinett, Kunstgewerbemuseum, Museum für Vor- und Frühgeschichte.
Es handelt sich hier ausnahmslos um Werke, die vor 1945 entstanden sind und größtenteils auf dem deutschen und internationalen Kunstmarkt der 1950er oder 1960er Jahre angekauft wurden.
Das auf zwei Jahre angelegte Projekt soll den Kunstbestand des Landes Berlin, der sich in den Staatlichen Museen zu Berlin befindet, vollständig erfassen und systematisch die Provenienzen der Werke erforschen, um NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut, insbesondere aus jüdischem Besitz, oder Werke aus kolonialen Unrechtskontexten zu ermitteln.
Einrichtung: Zentralarchiv, Staatliche Museen zu Berlin
Projektleitung: Dr. Petra Winter
Wissenschaftliche Mitarbeiterin: Dr. Lisa Hackmann
Projektförderung: Land Berlin
Projektlaufzeit: Januar 2026 bis Dezember 2027