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Fara/Schuruppak

14.03.2003 bis 15.06.2003

Pergamonmuseum

Die Ausgrabungen an der Ruinenstätte Fara (Südirak), die 1902 von Babylon aus eingeleitet wurden, wurden zu einem unerwarteten Erfolg: Zum einen erhielt man die erwünschten alten Keilschrifttafeln, die noch heute als die ältesten Schriftbeispiele in sumerischer Sprache gelten. Zum anderen wurde eine Urkunde gefunden, die den Ort als das antike Schuruppak auswies - jener Ort, an dem der sagenhafte Held der sumerischen Gilgamesch-Erzählung, Ziusudra, gelebt haben soll. Der Urkundenabschnitt über die ökonomischen Aktivitäten des Ortes gibt Auskunft darüber, dass in Schuruppak bereits um 2600 v. Chr. ein hochentwickeltes urbanes Gemeinwesen bestand. Die Stadt verfügte über eine starke Wirtschaftskraft mit mindestens einem Großbetrieb mit rund 1200 Arbeitskräften. Literarische Texte verwiesen darüber hinaus auf eine reiche Tradition akademischer Gelehrsamkeit.
Der Öffentlichkeit ist Schuruppak bis heute jedoch wenig bekannt. Im Vordergrund standen bislang die Keilschrifttafeln, wohingegen die übrigen Funde - Keramik, Siegelabrollungen, Steingefäße und weitere archäologische Artefakte - wenig spektakulär erschienen. Mit einer kleinen Sonderausstellung stellt das Vorderasiatische Museum nun die bedeutenden Ergebnisse der Ausgrabungen in Fara vor und präsentiert umfangreicher als bisher einzelne Fundgruppen aus seinen Magazinen.