19.08.2022
bis
06.11.2022
Sammlung Scharf-Gerstenberg
„Yo lo vi“ (Ich sah es) kommentierte Francisco de Goya das 44. Blatt seiner „Desastres“ aus dem Jahr 1863. Angesichts des aktuellen Kriegsgeschehens in Europa widmet sich die Sammlung Scharf-Gerstenberg dem berühmten spanischen Hofmaler, der in seinen Zyklen Kriege und soziale Missstände anprangerte. Die Ausstellung zeigt alle vier Druckzyklen, wobei die ausschließlich in gebundenen Büchern vorliegenden Blätter der „Caprichos“ und „Desastres de la guerra“ erstmals in ihrer Gesamtheit als Großprojektionen zu sehen sind.
Mit dem Verkauf der 80 Radierungen und Aquatinten umfassenden „Caprichos“ wandte sich Francisco de Goya (1746-1828) erstmals an eine neue Klientel und prangerte soziale Missstände an. Zehn Jahre später prangert er in dem 82 Blätter umfassenden Zyklus „Desastres de la guerra“ (1863) den Verlust der Vernunft und die Gewalt im Kampf gegen die Okkupation durch die napoleonischen Truppen und die Hungersnöte Anfang des 19. Jahrhunderts an.
Die Ausstellung zeigt rund drei Dutzend originale Druckgrafiken sowie alle vier Druckzyklen des Künstlers, zu denen auch „La Tauromaquia“ (1814–1816) und „Los Disparates“ (1819–1823) gehören. Mit seiner fantastischen Kunst ist Goya ein wichtiger Vorläufer des Surrealismus, dem sich die Sammlung Scharf-Gerstenberg zentral widmet.
Anlässlich der Ausstellung fand die Filmreihe „Goya on Screen“ am 29. September, 26. Oktober und 30. November 2022 mit Filmen von Konrad Wolf, Carlos Saura und Miloš Forman statt.
Eine Sonderpräsentation der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Bard College in Berlin.
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Ausstellungsort
Öffnungszeiten
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| Donnerstag | 11 bis 18 Uhr |
| Freitag | 11 bis 18 Uhr |
| Samstag | 11 bis 18 Uhr |
| Sonntag | 11 bis 18 Uhr |
Adresse / Verkehrsverbindungen
Eingang für Besuchende
Schloßstraße 70
14059 Berlin
U-Bahn: Sophie-Charlotte-Platz, Richard-Wagner-Platz
S-Bahn: Westend
Bus: Schloss Charlottenburg, Luisenplatz / Schloss Charlottenburg
Zugang / Barrierefreiheit
vollständig rollstuhlgeeignet
Veranstalter
Weiterführende Links
Rezension der Ausstellung in der Berliner Morgenpost (online)
Rezension der Ausstellung in der Berliner Zeitung (PDF, 377 KB)