Im Stadtarchiv Würzburg wird in einem neuen Projekt untersucht, wie sich selbstklebende Etiketten von historischen Bucheinbänden rückstandsfrei entfernen lassen. Ziel ist die Entwicklung eines schonenden Verfahrens, das Schäden am Material verhindert. Dafür werden Klebstoffe analysiert und verschiedene Lösungsmethoden erprobt anhand eines Bändekonvoluts aus dem Bestand der ehemals eigenständigen Stadt Heidingsfeld (16.–19. Jh.).
Die Etiketten und Klebstoffe führen zu Materialveränderungen, beschleunigter Alterung und mechanischen Spannungen. Da die Bände einzigartige Ratsunterlagen enthalten und keine Mehrfachüberlieferung existiert, ist ihre Erhaltung besonders wichtig. Ihre Inhalte und ihre Herkunft machen sie überregional bedeutsam, auch für die Geschichte jüdischen Lebens und wirtschaftlicher Entwicklungen in Unterfranken.
Projektträger: Stadtarchiv Würzburg
Förderung: Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts an der Staatsbibliothek zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz (KEK)
Laufzeit: April 2024 bis Dezember 2025